Ruf aus Albershausen

Albershausen.  Die stark befahrene B 297, die Albershausen trennt, gerät wieder stärker in den Fokus des Gemeinderats. Gefordert werden ein Zebrastreifen in der Ortsmitte und ein Kreisverkehr am Gewerbegebiet.

Sie fühlen sich vernachlässigt. Die Albershäuser Gemeinderäte erfahren aus den Medien regelmäßig, dass sich die Bundestagsabgeordneten des Landkreises zwar um die Belastung der Menschen, die entlang der B 297 wohnen, sorgen - aber eben nur im Schurwald und nicht in ihrer Gemeinde. In der Diskussion um den Haushaltplan für dieses Jahr war deshalb die mit 15 000 bis 16 000 Fahrzeugen am Tag stark befahrene Straße mehrfach in den Mittelpunkt der Debatte gerückt. Nicht nur, dass sich Sprecher aller Fraktionen wünschen, dass die Abgeordneten sich auch ihres Ortes annehmen. In der nächsten Gemeinderatssitzung werden sie eine entsprechende Resolution verabschieden und sie stellten auch gleich verschiedene konkrete Forderungen.

Zum einen wird der Ruf nach einem Zebrastreifen im Ort laut. Gerade für die Schüler der Albert-Schweitzer-Schule, die sie im Rahmen der Werkrealschule besuchen und mit Bussen von auswärts kommen, sei es nicht möglich, die B 297 gefahrlos zu überqueren, betonte Roland Hirsch von der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV). Hirsch verwies darauf, dass es an der Apotheke eine Druckampel gebe und erst nach 800 Metern am Ortsausgang Richtung Uhingen wieder eine Querungshilfe. An der Haltestelle am Musikerheim, die direkt unterhalb der Schule liegt, fehle ein Zebrastreifen, gebe es "absolut keine Verkehrssicherheit".

Hirsch beobachtet regelmäßig, dass die Kinder "vor oder hinter dem Bus über die Straße huschen". Er wolle nicht warten, bis etwas passiert, sondern jetzt einen entsprechenden Antrag an die Straßenbauverwaltung stellen. "Das gibt eine größere Sache", war sich Bürgermeister Jochen Bidlingmaier sicher, der jetzt eine große Verkehrsschau beantragen möchte. Die Komission soll sich dann auch gleich nach dem Wunsch der BWV mit einem weiteren neuralgischen Punkt auf dem Gemeindegebiet befassen.

Gefährlich ist die Situation auch immer wieder an der Zufahrt zum Gewerbegebiet Richtung Schlierbach. Dort will Hirsch unabhängig von der geplanten neuen Erschließung des Gewerbegebietes Eschle mit Hilfe eines Kreisverkehrs den Verkehr entspannen. "Diese Kreuzung ist prädestiniert für einen Kreisverkehr", betonte Hirsch und berichtete, dass sich sowohl Gewerbetreibende als auch Anwohner eines Wohngebietes verstärkt darüber beklagten, dass es - verstärkt während der Hauptverkehrszeiten - aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens kaum möglich sei, links in die Bundesstraße einzubiegen.

Der Schultes stand dem Antrag skeptisch gegenüber, befürchtet er doch, dass dann eine Linksabbiegerspur, die für die zusätzliche Erschließung bereits zugesagt ist, gefährdet sei. Den Einwand ließ Hirsch nicht gelten und verwies auf die Nachbarkommune Schlierbach. Dort sei nach einem tödlichen Unfall trotz einer zweiten Zufahrt eine Ampel installiert worden - und zwar sehr schnell. Auch für seinen Fraktionskollegen Andreas Hettich war nicht nachvollziehbar, warum dies in Albershausen nicht möglich sein sollte.

Willy Wittlinger (CDU) erinnerte daran, dass auch seine Fraktion einen entsprechenden Antrag im vergangenen Jahr gestellt hatte. Er riet zum Abwarten. Der Rathauschef stellte fest, dass er bereits Kontakt zu den Bundestagsabgeordneten habe und diese auf das Regierungspräsidium zugehen werden. Am Ende entschied die Mehrheit, sowohl den Zebrastreifen als auch den Kreisverkehr mit Nachdruck zu beantragen.


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Autor: MARGIT HAAS | 31.01.2012

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