Neue Hoffnung für weiteres Gewerbegebiet
Ebersbach. Die Entwicklung der Innenstadt ist auf dem Weg. Nun will die Stadt Ebersbach ihren Fokus verstärkt auf Gewerbe und Wohnen legen. Neue Hoffnung gibts für eine Gewerbeansiedlung am östlichen Stadtrand.
"Ebersbach hat bei Gewerbeflächen ein bisschen Nachholbedarf", sagt der Leiter des Ebersbacher Bau- und Umweltamts, Klaus Brenner. Nachdem sich in der Innenstadt sehr viel bewegt habe oder bereits auf dem Weg sei, werde die Kommune in diesem Jahr ihren Fokus auf Wohnen und Gewerbe richten, berichtet Klaus Brenner. Die Stadt im unteren Filstal hält schon seit längerem Ausschau nach vermarktbaren Flächen. Im Sommer 2010 befassten sich Verwaltung und Gemeinderatsausschuss mit Plänen, eine Fläche zwischen Hauptstraße und Bahntrasse im unmittelbaren Anschluss an den Discounter Aldi kleineren Handwerksbetrieben zu öffnen.
Weil jedoch die Grundstücke jenseits der Ortsgrenze liegen, biss die Kommune beim Regierungspräsidium auf Granit. Ein direkter Anschluss des Gewerbegebiets von der Landesstraße her sei planungsrechtlich nicht erlaubt, hieß es damals. Und einem Verlegen der Ortsgrenze in Richtung Osten erteilte die Behörde eine klare Absage.
Weil den Stadträten die Hürden zu hoch erschienen, wurden die Pläne auf Eis gelegt. Nun will die Stadt einen erneuten Anlauf unternehmen. Aus Sicht der Kommune ist das Areal, wo derzeit noch Kleingärten angelegt sind, ideal: Im Süden der Hauptstraße ist bereits Gewerbebebauung vorhanden und nördlich der Bahnlinie grenzt das Gewerbegebiet Strut an. "Es gibt Signale, dass beim Regierungspräsidium ein Umdenken stattgefunden hat", sagt Klaus Brenner. Hoffnung geweckt hat ein Gespräch mit Vertretern des Landratsamts und des Regierungspräsidiums Stuttgart. "Wir wurden ermuntert, konkretere Planungen vorzulegen und mit den Behörden abzuklären", erklärt Bürgermeister Sepp Vogler, der sich freut, dass sich der Kommune nun gleich mehrere Möglichkeiten bieten, Ebersbach als Wirtschaftsstandort zu stärken.
Zum Beispiel im Gewerbegebiet Strut: Dessen Straßen seien "in desaströsem Zustand" . In einem ersten Schritt soll die Industriestraße gerichtet und aufgewertet werden. Bewegung scheint auch in den Bebauungsplan Strut II zu kommen. Die Planung kommt seit Jahren nicht voran. Denn die geplanten Erweiterungsflächen tangieren teilweise einen dort ansässigen landwirtschaftlichen Betrieb. Klaus Brenner sieht auch hier Licht am Ende des Tunnels: "Es gab Gespräche zwischen Verwaltung und Eigentümern." Diese seien in positiver Atmosphäre verlaufen, fügt Brenner hinzu.
Auch nahe des Nettomarkts in Roßwälden sei ein kleines Gewerbegebiet anvisiert. Aufwerten will die Stadt auch das Gewerbegebiet am westlichen Stadteingang. Zum einen ist eine verbesserte Zufahrt von Westen her geplant. Außerdem will die Stadt gemeinsam mit dem RP die Gestaltung des Kreisels angehen. "Wir haben auch eine kostengünstige Lösung zur optischen Aufwertung der Stuttgarter Straße erarbeitet", berichtet der Bauamtsleiter. Die westliche Einfahrt ist schon lange ein Sorgenkind. "An den Häusern können wir wenig machen", sagt Brenner, aber wir können das Image durch das Umfeld verbessern. Unter anderem sollen in diesem Jahr in den Rabatten vor den Lärmschutzwänden bunte Wiesenblumen blühen.
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Autor: KARIN TUTAS | 02.02.2012
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Zwischen dem Gewerbegebiet Strut und der Hauptstraße will Ebersbach neue Gewerbeflächen erschließen. Foto: Giacinto Carlucci
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