Magnet für Händler und Besucher

Schlierbach.  Auserlesene Hobbykunst und traditionelles Kunsthandwerk lockte wahre Besucherströme in die Schlierbacher Dorfwiesenhalle. Rund 2000 Besucher suchten und fanden das perfekte Ostergeschenk.

"Super", sei es gelaufen, freut sich Werner Otterbein, seit 21 Jahren Vorsitzender des Schlierbacher Trachtenvereins, dem Veranstalter des Ostermarkts und auch des Herbstmarkts. Rund 2000 Gäste aus nah und fern besuchten am vergangenen Wochenende die beliebte Veranstaltung.

Vor sieben Jahren gab es den ersten Ostermarkt, der schlug ein wie eine Granate, erzählt der 58-jährige Otterbein. Mittlerweile sei der Ostermarkt ein echter Besuchermagnet - auch heuer. Von der Krise spüre man hier eigentlich nichts. Die Marktbeschicker seien zufrieden. 118 Bewerber standen auf der Liste, berichtet der Vorsitzende, aber nur 42 - mehr gehe einfach nicht - kamen zum Zuge. Zehn neue Anbieter zeigten dieses Mal ihre Kunstfertigkeit. Darunter auch ein Seilmacher.

Elmar Enderle ist eigentlich Landwirt hat aber das Handwerk von seinem Vater, einem Seilermeister, gelernt. Seine Gerätschaft, die er dafür benötigt, sei noch vom Ur-Ur-Großvater, fügte der Mann aus Munderkingen hinzu. So etwas sieht man nicht alle Tage. Simon aus Schlierbach probierts aus, kurbelt und dreht und mit Hilfe des Fachmanns entsteht sein ganz persönliches Seil. In den Deutschlandfarben. Für die Fußball WM. In den Halbzeiten will sich der Schüler mit Seilspringen fit halten.

Einigen Hobby-Künstlern kann man bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen, wenn sie Ketten häkeln, Glas-Eiszapfen blasen, Körbe flechten oder Origami-Objekte falten wie Hang Bezler. Ihre kunstvollen Schwäne und Pfaue sind aus rund 1500 Papierchen zusammengefaltet und -gesteckt. Wenns schnell geht, sagt die gebürtige Vietnamesin, brauche sie 25 Stunden für einen.

Was wäre Ostern ohne Eier? Kinder konnten selbst welche gestalten und Ostereiersammler fanden das Objekt ihrer Begierde in Wachstechnik oder filigran ausgefräst, beschriftet und bemalt bei Monika Hornung aus Remshalden. Wer etwas tiefer in die Tasche griff, konnte sich auch ein täuschend echt aussehendes "Rebornbaby" ins Osternest legen. Die Puppen von der Weilheimerin Elke Sigel sind zum Knuddeln und zogen die Besucher magisch an.

Am 30. und 31. Oktober geht es in der Dorfwiesenhalle wieder rund. Dann findet der Herbstmarkt statt.


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Autor: SABINE SCHWEICKHARDT | 16.03.2010

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