Kroneareal ruht weiter

Albershausen.  Das Kroneareal in Albershausen liegt im Dornröschenschlaf. Die Bürgerliche Wählervereinigung will die Planungen vorantreiben. Bürgermeister Jochen Bidlingmaier will warten, ob es Zuschüsse gibt.

Die Pläne zum Kroneareal, über die der Albershäuser Gemeinderat im Mai 2009 Überlegungen anstellte, waren schon sehr konkret. Damals hatte das Gremium darüber diskutiert, ob der Platz nur als Platz gestaltet werden soll oder ob ein kleines oder ein großes Café als kommunikativer Treff in der Ortsmitte entstehen soll.

Seither ruhen die Planungen. Nicht, weil Gemeinderat und Verwaltung kein Interesse mehr daran haben, die Ortsmitte weiter zu entwickeln. Es liegt wieder einmal am lieben Geld. Denn bislang ist es der Kommune nicht gelungen, in das Sanierungsprogramm des Landes aufgenommen zu werden. Bei einer Förderung von bis zu 60 Prozent der Kosten ist dies aber für Bürgermeister Jochen Bidlingmaier ganz wesentliche Voraussetzung.

Auch für dieses Jahr hat der Rathauschef wieder einen Förderantrag gestellt und wartet jetzt auf die Entscheidung aus Stuttgart. Bidlingmaier plädierte deshalb jüngst dafür, einen Antrag der Bürgerlichen Wählervereinigung (BWV), die diese im Rahmen der Diskussionen um den diesjährigen Haushaltplan gestellt hatte, zunächst zurück zu stellen. Die Fraktion hatte beantragt, die Planungen fortzuführen und über Nutzungsmöglichkeiten nachzudenken. Denn "wir diskutieren das Thema jetzt fast schon in der dritten Gemeinderatsperiode", hatte Ute Lehnemann festgestellt. Die Gemeinderätin machte sich deshalb dafür stark, "vielleicht auch einmal eine Maßnahme umzusetzen, für die wir keine Zuschüsse bekommen". Ihr reiche es nicht mehr aus, "jahrelang Visionen zu entwickeln". Sie will jetzt "konkret gestalten". Uwe Seitz (Freie Wählerschaft Albershausen) möchte aber zunächst innerhalb des Gemeinderates, aber auch mit den Bürgern intensiv diskutieren und dann ein Gesamtkonzept für Albershausen entwickeln. "Das fehlt mir", klagte Seitz.

Auch der Rathauschef will zunächst das im Rahmen der Sitzung ebenfalls diskutierte Gemeindeentwicklungskonzept sowie das Konzept zur weiteren Bürgerbeteiligung konkretisieren. "Wir werden das Thema Kroneareal im April wieder auf der Tagesordnung haben." Bis dahin liegen dann die Konzepte vor und vielleicht auch der Bescheid darüber, ob die Kommune in das Landessanierungsprogramm aufgenommen worden ist. Sollte dies wieder nicht gelungen sein, "können wir uns überlegen, ob wir die Planungen vorantreiben, damit wir, wenn wir dann später in das Programm aufgenommen werden, sofort loslegen können".


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Autor: MARGIT HAAS | 09.02.2012

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