Fair gehandelte Waren im Auge

Reichenbach/Fils.  Reichenbach möchte künftig den Blick für fairen Handel schärfen. Vergabestandards kommen jedoch nur bei praktikablen Lösungen in Frage.

Beschafft eine Gemeinde Produkte und Materialien, die aus Kinderarbeit und menschenunwürdigen und gesundheitsschädigenden Arbeitsbedingungen heraus entstanden sind, trifft die Kommune Mitschuld. Denn sie können Druck ausüben, damit die Lieferanten Ware aus fairer Produktion verwenden.

Mit den Möglichkeiten der fairen und kommunalen Beschaffung setzte sich jetzt auch der Reichenbacher Gemeinderat auseinander. Ein weitreichender Antrag der Grünen hatte den Stein ins Rollen gebracht. Denn eine Kommune kann nach dem Vergaberecht soziale und nachhaltige Standards sowohl in den Vertragsunterlagen, bei der Definition der Leistung als auch bei der Eignungsprüfung setzen.

Die Reichenbacher Verwaltung sieht sich hier einem sehr komplexen Thema gegenüber. Während man bei Blumen anhand entsprechender Zertifikate Kinderarbeit beispielsweise ausschließen könne, lasse sich dies bei einem Computer, der aus hunderten Komponenten besteht, nur sehr schwer oder gar nicht nachvollziehen.

Der Gemeinderat entschied sich mehrheitlich für den Einstieg in die faire Beschaffung, allerdings nur, wo es Sinn macht und sofern praktikable Lösungen gefunden werden. Eine Amtsleiterrunde soll klären, welche Produkte in Frage kommen. Die Anregungen werden dann den Gremiumsmitgliedern mitgeteilt.

Ergänzend hierzu könne die faire Beschaffung auch über eine Dienstanweisung geregelt werden, erklärte Rathauschef Richter auf Nachfrage. "Es ist ein fließender Prozess, den wir weiterentwickeln wollen - ohne die Keule zu schwingen."


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: BORIS-MARC MÜNCH | 01.04.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte am Montagabend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Frontal gegen Lkw: 19-Jährige bei Ehingen tödlich verunglückt

Ehingen Eine 19-Jährige ist in Ehingen mit ihrem Auto frontal gegen einen Sattelzug geprallt und gestorben. Die Frau war am Freitag aus zunächst ungeklärter Ursache in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geraten.... mehr