Ein Leben für die Pferdezucht

Albershausen.  Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde: Dieser Satz gilt für Ewald Mix in besonderem Maße. Der 75-Jährige aus Albershausen ist Pferdezüchter und Wettkampfrichter aus Leidenschaft.

Stallgeruch gehört seit der Kindheit zu seinem Alltag. "Ein Leben ohne Pferde wäre für mich nie etwas gewesen", sagt Ewald Mix. "Wenn meine Mutter mich gesucht hat, fand sie mich im Stall bei den Pferden." Der Albershäuser ist mit diesen Tieren in Hohenstaufen aufgewachsen und hat immer wieder erlebt: "Ein Pferd ist etwas Besonderes, man kann Pferde nur lieben." Seiner Passion ist der 75-Jährige bis heute treu geblieben. Fast seine gesamte Freizeit hat er im Stall oder auf der Koppel zugebracht und nie Urlaub gemacht. "So lange ich berufstätig war, habe ich morgens vor der Arbeit die Pferde gefüttert, abends hat dann meine ganze Familie geholfen", blickt der Senior zurück. Denn sowohl seine Frau als auch die beiden Töchter teilen sein Hobby. Eine Tochter führt die erfolgreiche Pferdezucht weiter und ist auch wie eine Enkelin eine erfolgreiche Turnierreiterin.

Ewald Mix, der seit fast 40 Jahren in Albershausen wohnt, ist aber nicht nur ein weithin bekannter Züchter der seit dem Mittelalter gezüchteten Warmblütler "Württemberger" und der robusteren "Altwürttemberger". Bis heute gehört Mix der Landeskommission für Pferdesport an und musste "sehr schwere Prüfungen bestehen, bevor ich selbst Wettkampfrichter werden durfte". Als strenger Prüfer bei Wettbewerben im ganzen Land nimmt er regelmäßig Pferd und Gespannlenker unter die Lupe - selbst wenn er einmal nur Zuschauer ist.

Früher ritt Ewald Mix selbst bei Turnieren - und zwar sehr erfolgreich, wie zahllose Pokale belegen. "Wichtiger als meine Erfolge im Turniersport waren mir aber meine Erfolge als Züchter", bekräftigt er. Seine Stuten wurden von Hengsten des Landesgestüts Marbach oder vom Birkhof bei Donzdorf gedeckt. "Seit 1976 habe ich 54 Fohlen aufgezogen", meint er stolz. Die Jungen bleiben die ersten vier Monate in Albershausen, "dann kommen sie nach Marbach zum Aufziehen in der Herde". Mit etwa drei Jahren kommen sie dann zurück. "Die besten haben wir immer behalten." Die anderen werden von seiner Tochter ausgebildet und verkauft.

Heute geht Ewald Mix nicht mehr jeden Tag in den Stall, er hat die Arbeit weitgehend seiner Tochter und seiner Enkelin übergeben. "Im kleinen Rahmen" will der 75-Jährige aber weiter züchten und wünscht sich für die Zukunft neben Gesundheit "weiterhin ein bisschen Glück in der Zucht".


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: MARGIT HAAS | 17.03.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr