Ebersbach fasst Neuauflage ins Auge

Ebersbach.  Mit einer Reise nach Istanbul sind die Ebersbacher Interkulturellen Wochen zu Ende gegangen. Die Organisatoren sind insgesamt zufrieden.

"Die Interkulturellen Wochen waren eine echte Bereicherung für die Stadt." Der Ebersbacher Beauftragte für Bürgerschaftliches Engagement, Dietmar Vogl, ist sehr zufrieden. Erstmals hatte die Stadt im unteren Filstal Anlauf genommen, ihre kulturelle Vielfalt in einer Veranstaltungsreihe zu präsentieren.

Theater und Literatur, Informationen und Ausstellungen, Musik, Tanz und Folklore, Reisen und Vorträge, Sport und Spiel, Feste und Kulinarisches - von der Kermes rund um die Moschee bis zum gemeinsamen Fußballschauen: 27 Veranstaltungen unter dem Motto "Viele Kulturen - ein Zuhause" hatten die Initiatoren, ein Netzwerk rund um Stadtmuseum, Bibliothek, Volkshochschule, die Stelle für Bürgerschaftliches Engagement und Vereine, auf die Beine gestellt. "Es waren 19 verschiedene Veranstalter", berichtet Vogl, für den ersten Anlauf sei dies eine gute Beteiligung.

Unterschiedlich sei indes die Besucherzahl der einzelnen Veranstaltungen gewesen. So sei das Haus Filsblick beim Nepalabend des Fördervereins Nepalschulprojekt zum Auftakt der Interkulturellen Wochen aus allen Nähten geplatzt und auch das Public Viewing des Fußball-EM-Qualifikationsspiels Türkei-Deutschland und ein Internationales Frühstück des Familientreffs mit internationalen Kinderliedern seien sehr gut besucht gewesen seien. Allerdings hätten aus Sicht Dietmar Vogls einige Veranstaltungen mehr Besucher verdient, zum Beispiel die Vorträge: "Wir hatten sehr gute Referenten und Diskussionen." Schade findet der städtische Mitarbeiter auch, dass zum Beispiel das internationale Picknick im Alleenpark nur auf geringe Resonanz stieß.

Zum Selbstläufer wurde dagegen die von Esma Demirci, Rebekka Mayer, Dietmar Vogl und Angela Lenerz recht kurzfristig organisierte Reise nach Istanbul zum Abschluss der Interkulturellen Wochen. Die 20 Plätze seien im Nu belegt gewesen, berichtet Vogl. Bei strahlendem Winterwetter wurden nicht nur die touristischen Highlights der Metropole am Bosporus besichtigt. Dabei fungierte Angela Lenerz, die seit mehr als drei Jahren in Istanbul lebt, als Führerin. Die Ebersbacher hatten auch ausreichend Gelegenheit, die türkische Kultur und Seele ein kleines bisschen besser kennen zu lernen.

Demnächst wollen die Organisatoren eine Bilanz der Interkulturellen Wochen ziehen. Aus Sicht Dietmar Vogls fällt sie positiv aus. Eine Neuauflage in zwei Jahren sei anvisiert. "Das nächste Mal wird leichter, weil wir schon ein Netzwerk und Erfahrung haben."


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Autor: KARIN TUTAS | 01.02.2012

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