Chance für Festhalle steigt
Ebersbach. Die Chancen für eine Festhalle für vorwiegend türkische Veranstaltungen in Ebersbach stehen wieder etwas besser. Das letzte Wort hat der Gemeinderat.
"Es zeichnet sich eine Lösung ab." Bürgermeister Sepp Vogler gibt sich nach der jüngsten Sitzung des Ebersbacher Ausschusses für Technik und Umwelt vorsichtig optimistisch. Bislang hatte sich das Gremium sehr schwer getan, die Einrichtung einer Festhalle für vorwiegend türkische Veranstaltungen zuzulassen. Nun scheint die Tür einen Spalt geöffnet zu sein.
Erst im Januar hatte der Ausschuss dem Gemeinderat empfohlen, Anfragen für derartige Hallen grundsätzlich eine Absage zu erteilen. Das Gremium konnte sich mehrheitlich auch nicht mit dem Gedanken anfreunden, eine einzige Festhalle im Ort als Ausnahme in einem Gewerbegebiet zuzulassen. Inzwischen jedoch hat einer der Interessenten für den Betrieb einer Festhalle Kontakt zu den Gemeinderatsfraktionen aufgenommen.
"Es gab viele Gespräche im Hintergrund", bestätigt Sepp Vogler, der den Eindruck hat, dass heute manches anders beurteilt werde als noch vor einigen Wochen. "Ich sehe gewisse Sympathien für eine Ausnahmegenehmigung unter bestimmten Bedingungen." Gewünscht wird unter anderem eine Beschränkung der Raumkapazität auf 600 Besucher, ein ansprechendes äußeres Ambiente und dass sich die Lärmimmissionen im zulässigen Rahmen bewegen. Alle diese Punkte würden im Rahmen der Baugenehmigung ohnehin geregelt, macht die Verwaltung in ihrer Vorlage deutlich. Etwas schwieriger verhalte es sich mit der Bedingung, dass die Halle nicht nur für türkische Feste, sondern für alle offen sein soll. Juristisch sei diese Fragestellung noch nicht geklärt, die Verwaltung sieht aber die Möglichkeit, eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zu finden.
Knackpunkt indes ist der Standort. Der favorisierte Platz an der Hauptstraße am östlichen Ortseingang kommt nicht mehr in Frage, weil ein ortsansässiger Unternehmer ernsthaftes Interesse an dem Grundstück bekundet hat und der Gemeinderat produzierendem Gewerbe den Vorrang einräumt. Nach einer Standortanalyse der Verwaltung kommt nun das Gewerbegebiet Stuttgarter Straße/Filswiesen, wo sich schon einige Vergnügungsstätten befinden, infrage. Die Verkehrsanbindung sei gut und es seien nur wenig Auswirkungen auf das in der Nähe gelegene Wohngebiet zu erwarten. Es muss nun geklärt werden, ob dort ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Am Dienstag wird der Gemeinderat über das Thema beraten.
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Autor: KARIN TUTAS | 12.03.2010
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