Allgaier scheitert: Kündigungen unwirksam

Uhingen. 

Der Uhinger Automobilzulieferer Allgaier hat vor dem Landesarbeitsgericht in Stuttgart eine Schlappe erlitten: Alle drei am Dienstag verhandelten Berufungsverfahren wurden zurückgewiesen, das heißt die erstinstanzlichen Urteile wurden bestätigt. Dies teilte Ulrich Hensinger, Pressesprecher und Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht, mit. Die betroffenen Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt. Vier weitere Fälle wurden gestern verhandelt - "alle endeten mit einem Vergleich", sagt Hensinger. Drei der vier Beschäftigte werden im Unternehmen bleiben, einer hingegen scheidet aus, bekommt jedoch "eine deutlich höhere Abfindung als im Sozialplan festgelegt", erklärt der Richter. Die Juristen hätten "große Bedenken an der Wirksamkeit der Kündigungen gehabt", da bei Allgaier eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2012 beziehungsweise 2013 bestanden habe.

Die Berufungsverhandlungen gehen heute weiter, zwei Termine sind angesetzt. Insgesamt sind sechs Sitzungstage geplant. Der Uhinger Automobilzulieferer hatte im Dezember 2010 insgesamt 110 Beschäftigte entlassen. 28 Mitarbeiter wollten dies nicht hinnehmen und klagten in erster Instanz erfolgreich. Allgaier hielt jedoch an den Kündigungen fest und ging in Berufung. 16 Verfahren stehen beim Landesarbeitsgericht auf der Tagesordnung, in den anderen Fällen ist bereits eine Einigung erzielt worden.


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Autor: SU | 02.02.2012

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