Ein Riesenrad fehlt

Stuttgart.  Wegen des Landwirtschaftlichen Hauptfestes kann während des Cannstatter Volksfestes dieses Jahr nur eines von bislang zwei Riesenrädern aufgebaut werden. Welches, steht noch nicht fest.

Während des Cannstatter Volksfestes werden zwei Riesenräder aufgebaut - eines auf Höhe der Fruchtsäule, eines im unteren Bereich des Festplatzes. Weil in diesem Jahr auch das Landwirtschaftliche Hauptfest stattfindet, steht dem Volksfest weniger Fläche zu. Nur ein Riesenrad soll deshalb aufgebaut werden. Um den Platz bemühen sich zwei Unternehmen.

Die Bewerbungsfrist ist längst abgelaufen. Die Schausteller haben aber noch keine Bescheide bekommen, ob sie für das 165. Cannstatter Volksfest, das am Freitag, 24. September, eröffnet wird, zugelassen sind. Da vom 25. September bis zum 3. Oktober auch das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen stattfindet, gibt es auf dem Festplatz nicht so viel Platz wie sonst. Die Zahl der Schausteller muss begrenzt werden.

Sind es sonst mehr als 330 Betriebe, die auf dem Cannstatter Wasen die Besucher mit ihren Angeboten erfreuen, sind es zu Zeiten des Hauptfestes knapp 300, die auch noch enger zusammenrücken. Beworben haben sich knapp 1000 Schaustellerbetriebe. Das Hauptfest, der eigentliche Ursprung des Volksfestes, beansprucht 130 000 Quadratmeter Fläche des Wasens, die von der Zufahrt Talstraße bis zu den großen Festzelten reicht.

Für das diesjährige Volksfest hat sich erstmals auch das Unternehmen Oscar Bruch mit einem Riesenrad beworben, das aus dem Jahr 2000 stammt und noch nie auf dem Cannstatter Wasen stand. Der andere Kandidat ist das Steiger-Riesenrad von Theo Rosenzweig, das größte transportable Riesenrad der Welt."Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen", meldet die in.Stuttgart-Veranstaltungsgesellschaft. Im April gehen die Bescheide mit den Zu- beziehungsweise Absagen den Bewerbern zu.

Das Thema hat auch den Verbandstag des Landesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute beschäftigt, der von 28. bis 30. Januar in Stuttgart abgehalten wurde. "Die Entscheidungen auf dem Volksfest haben bundesweit Auswirkungen", betont Hans-Peter Arens, Präsident des Bundesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute. Vornweg stehe bei der Platzgestaltung das Bekannt-und-Bewährt-Prinzip. Wobei der Schausteller seinen Betrieb attraktiv halten und gegebenenfalls Investitionen tätigen müsse, so Arens. "Es muss der Kundschaft zugute kommen." Wenn man sich aber als Bewerber nicht mehr auf dieses Prinzip verlassen könne, sei alles auf den Kopf gestellt. "Das sind für Schausteller wichtige Eckpunkte der Planung."

Bei einer Absage im April fürs Cannstatter Volksfest könne man sich für keine andere Veranstaltung in diesem Zeitraum mehr bewerben. Doch manche Veranstalter wollten "auf Teufel komm raus" umgestalten, was jahrelang gut lief. "Der Verband wird genau darauf schauen", versprach Präsident Arens.


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Autor: EDGAR REHBERGER | 04.02.2010

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