Zukunft des Montemaris steht in den Sternen
Adelberg. Wie geht es weiter mit dem Montemaris? Diese Frage beschäftigt die Adelberger seit langem. Alles scheint möglich - von der Stilllegung über die Umnutzung bis zur Übernahme durch den Betreiber.
Das ehemalige Wellenhallenbad Montemaris war das zentrale Thema bei der Kandidatenvorstellung für die Bürgermeisterwahl am Sonntag in Adelberg. Man hätte wissen müssen, dass der Badebetrieb trotz der Millionenbeträge, die in das Bad investiert wurden, nicht funktionieren könne, meinte ein Bürger. Das Geld hätte man auch anders verwenden können. Die Kritik richtete sich in erster Linie an Schultes Wolf-Dieter Hermann, der den Entschluss des Gemeinderats, das Bad zu sanieren, mitgetragen hatte.
Mittlerweile gehört das Wellenhallenbad der Vergangenheit an. Vor einem Jahr wurde es geschlossen. Lediglich der Saunabetrieb geht bis heute weiter. Doch aufgrund finanzieller Schwierigkeiten steht die Zukunft der Einrichtung in den Sternen.
In einem Gespräch mit der NWZ hatte Hermann zugegeben, dass das Montemaris ihn "immer umtreiben" werde. Bis April wolle man abwarten, wie sich die Zahlen entwickeln, sagte er. "Die Tendenzen sind nicht unbedingt positiv, was die Zahlen aus dem vergangenen Jahr angeht", verriet Hermann. Es könnte auf ein jährliches Minus von 500 000 Euro hinauslaufen, befürchtet er. Im Frühsommer werde sich der Gemeinderat mit der Zukunft des Montemaris befassen.
Laut Hermann kommen mehrere Varianten in Frage: die Stilllegung der Anlage, die Umnutzung oder die Übernahme durch die Betreiberfirma Vitaparc. "Vitaparc wollte ja schon einmal das Montemaris übernehmen. Diese Konstellation ist bei uns immer im Gespräch", erklärte der Rathauschef. Vor einem Jahr wollte die Gemeinde das defizitäre Wellenbad schließen, den Innenbereich für 385 000 Euro sanieren und eine große Saunalandschaft unter der Regie von Vitaparc errichten, doch die Firma machte damals wegen der drohenden Wirtschaftskrise einen Rückzieher.
Betriebsleiter Antonius Junker betonte jetzt gegenüber der NWZ, dass Vitaparc erneut über die Übernahme des Montemaris nachdenke. Das Thema sei schwierig, es gebe viele vorstellbare Varianten. "Die Kommune möchte am liebsten einen festen Betrag sehen, und dann ist Ruhe. Das ist für uns schwierig, weil es einige Risiken gibt. Was passiert zum Beispiel, wenn eine größere Reparatur ansteht?", fragt sich Junker. Das Montemaris habe wirtschaftlich gesehen ein enormes Risikopotenzial, so der Betriebsleiter.
Laut Junker besuchen derzeit täglich rund 100 Saunagänger das Montemaris - "30 Prozent mehr könnten wir durchaus vertragen". Junker versprach, loyal gegenüber seinem Auftraggeber, der Gemeine Adelberg, zu bleiben: "Wir werden uns nicht zurückziehen."
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Autor: WOLFGANG KARCZEWSKI | 10.03.2010
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Wie es mit der Sauna Montemaris in Adelberg weitergeht, ist ungewiss. Eine Entscheidung soll im Frühsommer fallen. Foto: Giacinto Carlucci
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