Zu neuen Ufern
Rechberghausen. Der Verein Landschaftspark Töbele will dieses Jahr erste Fitnessgeräte am Rechberghäuser Gartenschaugelände aufstellen. Er sieht sich auf gutem Weg zur Wohlfühloase, kämpft aber auch mit Müll.
Das frühere Gartenschaugelände in Rechberghausen ist mit Leben erfüllt - zumindest im Sommer. In diesem Jahr will der Verein Landschaftspark, der 30 aktive Mitstreiter und 250 Mitglieder zählt, zu neuen Ufern aufbrechen: Fitnessgeräte, beispielsweise für die Rücken- oder Beinmuskulatur, sollen die Attraktivität erhöhen. Etwa für die Jogger, die dort viel unterwegs sind. Mit zwei Geräten will man starten, in einer ruhigen Ecke Richtung Realschule, bei der früheren Gaststätte im Park,
Der Haken dabei: Dafür braucht es etwa 6000 Euro. Der Verein ist auf Sponsorensuche. "Wir glauben, dass wir das schaffen", sagt Schriftführerin Birgit Herzig. Diese Marschrichtung schlug der Verein bei der jüngsten Hauptversammlung ein.
Ein zunehmendes Problem ist der Müll. "Am Anfang gings", sagt Birgit Herzig, "seit letztem Sommer hats sehr zugenommen." Sie redet nicht nur von Plastiktüten: Alte Turnschuhe und Klamotten werden dort in die Landschaft geworfen, ganz schlimm sei es mit Schnapsflaschen, auch zerbrochene. Die machen dann der Klasse 4a der Rechberghäuser Schule zu schaffen, die unter Leitung ihrer Lehrerin Sieglinde May regelmäßig den Spielplatz säubert.
Der Verein Landschaftspark hat reagiert und Müllbehälter aufgestellt, die im Sommer "fast täglich voll sind", berichtet Birgit Herzig. Das reiche nicht, sagt der Vorsitzende Herbert Weissinger. Größere Mülleimer müssten her, da sei die Gemeinde gefragt.
Woher die Schnapsflaschen kommen: Die Forsthütte am See sei ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Das sei durchaus erwünscht, sagt Herzig, nur sollten sie sich an die Parkordnung halten. Wenn sie ihre Wodka-Flaschen wenigstens in die Müllbehälter würfen, wäre da schon geholfen. Über die Stränge schlügen auswärtige Jugendliche, aus Wangen und Bartenbach. "Wir sprechen mit denen und hoffen auf Verständnis, am Anfang wars auch so", sagt Birgit Herzig. Im Herbst habe es dann mal eine Auseinandersetzung gegeben, und seither schauten die Gemeinde und die Polizei nach dem Rechten.
Auch mit Hundehaltern haben die ehrenamtlichen Parkhüter ihre Not. Die Hinterlassenschaften der Vierbeiner nähmen leider zu, berichtet Herzig, trotz der Hundetoiletten, und die Leinenpflicht werde auch nicht immer ernst genommen. Der Verein wünscht sich deshalb Schilder auf dem Gelände, die die Parkbesucher an die Regeln erinnern.
Ein Dauerthema ist eine öffentliche Toilette. Der Verein wünscht sich das von Anfang an, passiert ist nichts. Jetzt sieht er Licht am Ende des Tunnels: "Wir rechnen damit, dass die Gemeinde in diesem Jahr eine aufstellt." Es sei freilich auch ein Aufwand, räumt der Verein ein.
Den Zeitaufwand der Arbeitsgruppe Grün hat Sepp Paule auf sage und schreibe 1700 Stunden beziffert. Hinzu kommt die Bewirtung in der Hütte des Vereins mit nochmal 300 Stunden. Allerdings gabs letztes Jahr auch größere Pflanzaktionen in Zusammenarbeit mit der Uni Hohenheim. Das normalisiert sich in diesem Jahr wieder. Die Pflege des Hauptwegs und zum Trauzimmer ist die Kernaufgabe.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: JÜRGEN SCHÄFER | 04.02.2012
| Artikel twittern |
|
|
1700 Arbeitsstunden am Gartenschaugelände Rechberghausen hat die Arbeitsgruppe Grün des Fördervereins Töbele im letzten Jahr geleistet. Foto: Archiv
MEISTGELESENE ARTIKEL
Zwischen Bachtal-Schönheit und Miss Deutschland
Sie ist Miss Bayern. Jetzt tritt sie auch bei der Wahl zur schönsten Frau Deutschlands an. Die Rede ist von Sarah-Lorraine Riek aus Syrgenstein. Ob sie nun die Krone ins Bachtal holt oder nicht – die 19-Jährige ist gewappnet.... mehr
Voith Paper baut in Heidenheim 280 Stellen ab
Der Schnitt war angekündigt, fiel aber offenbar härter aus als erwartet: Angesichts drastischer Einbrüche am Markt für grafische Papiere will Voith Paper in Deutschland und Österreich über 700 seiner 2800 Stellen streichen.... mehr
Schwerer Vorfahrtunfall auf neuer Kreuzung bei Brenz
Weil eine Autofahrerin die Vorfahrt nicht beachtete, kam es am Dienstag zu einem verheerenden Unfall auf der neuen Bundesstraße 492: Die Unfallverursacherin wurde lebensgefährlich verletzt.... mehr
Familie muss ausziehen - Fünf Kinder in Wohnungsnot
Neu-Ulm Eine Alleinerziehende steht am 8. Juli mit ihren fünf Kindern auf der Straße, wenn sie keine Wohnung findet. Bisher ohne Erfolg, trotz professioneller Unterstützung der Wohnberatung der Neu-Ulmer Diakonie.... mehr
Amok-Alarm an Schule in Memmingen - Fahndung nach Täter läuft
Memmingen Amok-Alarm hat am Dienstagnachmittag ein 15-jähriger Schüler der achten Klasse in Memmingen (Bayern) ausgelöst. Der Junge hatte die Lindenschule, eine Grund- und Hauptschule, mit zwei scharfen Waffen betreten und mehrere Personen bedroht. Auch ein Schuss fiel.... mehr

ZURÜCK
