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Wäschenbeuren sagt Stromtrasse Kampf an

Die geplante Stromleitung zwischen Bünzwangen und Goldshöfe könnte über Wäschenbeurer Gemarkung führen. Dies will die Gemeinde verhindern.

CORNELIA VILLANI | 2 Meinungen

Die geplante 380-kV-Stromleitung hat den Gemeinderat von Wäschenbeuren beschäftigt. Verwaltung und Gemeinderat wollen verhindern, dass die Höchstspannungsleitung über die Gemarkung der Gemeinde geführt wird, so die einhellige Meinung am Donnerstag in der Ratssitzung.

Die wunderschöne Landschaft würde verschandelt, die gesundheitlichen Risiken seien unklar und ohnehin würden schon genug Leitungen durch die Gemarkung Wäschenbeurens laufen: Die Stadträte und Bürgermeister Karl Vesenmaier waren sich in ihrer Ablehnung einig. "Einerseits verstehe ich die Erfordernisse durch die Energiewende", räumte Vesenmaier ein. Über die Stromleitung würde Strom aus dem Norden Deutschlands in die Region transportiert. Laut Netzbetreiber Transnet BW ist die Leitung gesetzlich festgeschrieben. Baubeginn soll ab 2018 sein.

Andererseits sei diese Leitung seit Jahrzehnten im Gespräch, nicht erst seit der Abkehr vom Atomstrom, sagte Erich Hieber. "Ich habe das Gefühl, dass die Betreiber die Energiewende jetzt für ihre Zwecke vorschieben", sagte der CDU-Stadtrat. Im Februar hatte die ENBW-Tochter Transnet BW die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden informiert, am Donnerstag war in Lorch-Waldhausen die Veranstaltung für Gemeinderäte. Drei mögliche Trassenkorridore von Goldshöfe bei Hüttlingen bis Bünzwangen wurden vorgestellt.

Einer davon verläuft aus Richtung Großdeinbach kommend zwischen Golfplatz und Wäschenbeuren. "Wenn man dann von Lorch hochfährt, sieht man statt Hohenstaufen diese riesigen Masten und Leitungen", sagte Hieber, "das geht nicht." Von einem "gewaltigen Eingriff in die Natur" sprach Peter Schührer (SPD). "Wir sollten alle Mittel und Wege suchen, um dagegen vorzugehen." Die Bürger müssten ins Boot geholt werden, schlug Manfred Weber (FWV) vor.

Am Donnerstag, 11. April, um 19 Uhr wird eine Bürgerversammlung in der Bürenhalle stattfinden. "Ich hoffe, dass daraus eine Initiative hervorgeht, die alle unsere Argumente schlagkräftig bündelt", sagte Vesenmaier. Außerdem will die Verwaltung anregen, zusammen mit Nachbargemeinden einen Experten zu engagieren, der den Trassenbau kritisch hinterfragen soll.

2 Kommentare

26.03.2013 17:49 Uhr

Wäschenbeuren sagt Stromtrasse Kampf an

Es ist schon beeindruckend, wie Herr BM Vesenmaier die Bürger informiert.
Ein Solarfeld im Grünzug ist für Ihn kein Problem, Windparks will er 700 m vom Neubaugebiet Heubeund bauen, die Stromtrasse hat er angepriesen als gute Geldquelle, mit 5 % für den Bürger und 40 000 Euro pro Km für die Gemeinde.Jetzt ist ihm wohl aus den eigenen Reihen der Wind ins Gesicht geblasen, er hat sich als Verwaltungsrats Mitglied der EnBW zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Jetzt plötzlich sollen sich die Bürger wehren. Angeblich würde der geplante Windpark helfen, die Stromtrasse zu verhindern. Im Windenergieerlass BW sind Abstände von ca300 m zu den Stromtrassen vorgesehen, da ist die Trassen doch kein Problem . Der Schultes hätte sich wohl besser rechtzeitig überlegen sollen, was er mit seiner geldorientierten Politik anzieht. Die Lebensqualität ganz besonders in den Neubaugebieten ist schwer geschädigt, die Immobilienwertverluste vorprogrammiert. Wer will schon in einer Industrielandschaft wohnen.

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25.03.2013 08:29 Uhr

Nur nicht vor meiner Tür...

Solange man die Energiewende für die eigenen Werbe-/Imagezwecke gebrauchen kann ist sie willkommen, siehe Solarpark, aber es gibt ja nicht wichtigeres, als, was man zusehen bekommt, wenn man von Lorch hochfährt. Mal ehrlich, es ist doch immer das selbe, egal ob Windräder, oder Hochspannungsleitungen, jeder sagt, ja man braucht sie, ja sie sind notwendig, aber bitte nicht vor meiner Tür. So wird das nie was!

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