Riesige Gaudi mit 88 Narrenzünften

Rechberghausen.  Große und kleine Faschingsfans kamen gestern in Rechberghausen wieder voll auf ihre Kosten: Beim 17. Narrensprung haben die Furchenrutscher ein vielfältiges und buntes Programm auf die Beine gestellt.

Beim 17. Narrensprung der Furchenrutscher war gestern in der Gemeinde Rechberghausen wieder eine riesen Gaudi und Bombenstimmung angesagt. Los ging es bereits um 11 Uhr mit einer Narrenmesse in der katholischen Kirche, die passend zur fünften Jahreszeit dekoriert war. Die Predigt wurde dabei sogar in lustiger Reim- und Gedichtform abgehalten. Mit Guggenmusik und Narrenrabatz ging das närrische Treiben im Anschluss fröhlich und ausgelassen weiter.

Absolutes Highlight war jedoch der große Umzug der Hästräger, der um halb zwei startete und mit viel Trubel und Schabernack durch das obere Tor, am Ochsen vorbei, zum Rathaus und weiter die Faurndauer Straße entlang zog. Mit sage und schreibe 88 Narrengruppen aus nah und fern stellte der Umzug einen wahren Augenschmaus dar. "Ganz am Anfang hatten wir einmal einen kleinen Umzug mit rund 15 Gruppen, der im Laufe der Jahre dann immer größer wurde", erzählte Zunftmitglied Christel Funk schmunzelnd.

Neben den vielen Gruppen aus dem Landkreis, wie den Kirschkernspuckern aus Heiningen, den Hundsholzhexen aus Adelberg oder den Donzdorfer Hexen, waren auch viele Zünfte von weiter her angereist: Mit ihren farbenfrohen Hüten und Umhängen wirbelten etwa die Hexen der Nürtinger Strick- und Stechmücken den Umzugsweg entlang, die Klosterdeifel aus Kirchheim sorgten mit ihren wilden Mähnen und Peitschen-Knallen für Aufsehen und auch die lustigen Stelzenläufer des IGF Westerheim waren ein richtiger Blickfang.

Sogar von Weingarten war eine Gruppe mit von der Partie: Die fröhliche Plätzlerzunft trieb nämlich auch ihr närrisches Unwesen während des Umzugs. So mancher Umzugsbesucher fand sich in einer Wolke aus Konfetti oder Federn wieder oder wurde auch einmal kurzerhand entführt: Wer nicht aufpasste wurde in dem großen Netz der Hexabanner aus Wolfschlugen gefangen oder auf den Schubkarren der putzigen Gartazwergla aus Unterensingen verfrachtet.

Natürlich regnete es aus den Taschen der Gruppen auch etliche Süßigkeiten, die von den Kids taschenweise gesammelt wurden. Daneben konnten die Faschingsfans bei der Karnevalsgesellschaft Gsälzhafhausen leckere Konfitüren und bei den Reichenbacher Moschdschlotzern süffigen Most probieren. Für fetzige musikalische Klänge sorgten beim Umzug etliche Guggenmusikgruppen und Fanfarenzüge. Dank drei fachkundiger Moderatoren erhielten die Besucher auch etliche Infos zu den einzelnen Zünften und auch für Speis und Trank war während des Narrensprungs ausreichend gesorgt.


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Autor: NADJA KIENLE | 30.01.2012

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