"Mandolinengott" in Rechberghausen

Rechberghausen.  In Rechberghausen gastiert das japanische Mandolinen-Ensemble Kataoka, um mit dem Mandolinenorchester Rechberghausen ein Konzert zu geben.

16 musizierende Japaner sind für eine gute Woche in Deutschland. In Rechberghausen musizieren sie mit dem dortigen Mandolinenorchester.

Das Kataoka Mandolinen-Ensemble besteht aus Schülern und Studenten des Kataoka Mandolinen Instituts in Tokio, die jedoch nicht alle die zeitliche Möglichkeit hatten, mit nach Deutschland zu reisen. Für 16 Mitglieder jedoch war die etwa 16-stündige Reise die zweite Möglichkeit, Deutschland und für ein paar Tage Rechberghausen kennen zu lernen. Dort bereiteten sie sich noch etwas müde von der langen Reise auf Einladung des Mandolinenorchesters Rechberghausen für ein Konzert unter Leitung des 75-jährigen Takashi Ochivor.

"Takashi Ochi ist der Mandolinengott", sagt Klaus Wuckelt vom Mandolinenorchester Rechberghausen. Ochi kennt Wuckelt bereits seit seinem 13. Lebensjahr, damals war Ochi auf Suche nach Talenten und habe Wuckelts Talent gleich erkannt, lächelt der Dirigent. Seither haben sie auch in Japan schon mehrere große gemeinsame Tourneen gemacht.

Die einzige Probe für das abendliche Konzert entpuppte sich als schwäbisch-japanisches Kauderwelsch. Wuckelt sitzt als Solist vorne und fragt Takashi Ochi auf schwäbisch, Ochi spricht mit dem Ensemble japanisch und vermittelt, Wuckelt lässt japanische Begriffe fallen und alles lacht. Freundlich und aufmerksam zeigen sich die Gäste, eine junge Dame hat einen Mundschutz an. Takashi Ochi erklärt: Die junge Dame sei etwas erkältet und will aus japanischer Höflichkeit keine anderen Leute anstecken.

Zwischen den Proben hat Michiko Kataoka kurz Zeit für ein Gespräch. Das Ensemble nimmt am internationalen Eurofestival Zupfmusik in Bruchsal teil, wo etwa 1500 Hobby- und Profimusiker ihre Musikkunst zum besten geben. Zudem wollen sie natürlich die deutsche Mentalität kennen lernen. Heute Morgen findet ein Empfang bei Schultes Ruf statt, anschließend besucht die Gruppe Ulm. Am kommenden Montag wird die Rückreise angetreten.


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Autor: URSULA RESCH | 31.05.2010

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