Letztes Geleit in neuem Glanz
Wäschenbeuren. Wäschenbeuren hat seine umgebaute Aussegnungshalle mit einer Feier eingeweiht. Die Veränderungen schufene einen Ort der Wärme und des Lichts.
"Die umgestaltete Aussegnungshalle soll mit zum Ausdruck bringen, dass wir uns mit unseren ehemaligen Bürgern auch über das irdische Leben hinaus in besonderer Weise verbunden fühlen", erklärte Bürgermeister Karl Vesenmaier auf der Einweihungsfeier der frisch umgebauten und modernisierten Aussegnungshalle. Die zahlreichen Besucher, welche sich zu der Feierlichkeit in die Halle eingefunden hatten, konnten sich dabei von der neuen freundlichen und hellen Atmosphäre der Räumlichkeiten gleich selbst überzeugen.
Während die Grundstruktur des knapp 50 Jahre alten Gebäudes mit seinem steilen Dachelement bei den Umbauarbeiten erhalten wurde, präsentiert sich die Halle nun dennoch sowohl Innen als auch Außen mit einem ganz anderen Gesicht: Unter der fachkundigen Regie von Architekt Jürgen Brandstetter wurden die dunklen Holztüren - die den Innenraum vom Vorhof trennten - durch Glastüren ersetzt, das Steildach wurde zu einem schönen, neuen Glasdach mit einem künstlerisch gestalteten Fenster auf der Westfront umgewandelt, die Nebenräume wurden modernisiert und die Aufbahrungsräume sind jetzt durch einen Flur von der großen Halle getrennt. Die Gebäudetechnik wurde im Zuge des Umbaus ebenfalls umfassend aufgerüstet und die Halle besitzt jetzt erstmalig eine Heizungsanlage. Zudem wurde auch der Außenbereich der Halle neu gestaltet.
Allerdings ist nicht nur das neue Gebäude eigentlich ein Kunstwerk - auch der Innenraum enthält künstlerische Elemente, die von dem Kunstatelier "Arnold und Eichler" aus Nürnberg eigens für die Aussegnungshalle entworfen wurden. Besonders beeindruckend dabei ist ein goldenes Wandelement, dass durch entsprechende Beleuchtung die neue Helligkeit und Wärme der Halle verstärkt. "Die neue lichtdurchflutete Aussegnungshalle soll zukünftig beim Abschiednehmen auch Wärme in die Herzen der Angehörigen bringen", so Vesenmaier.
Stolz ist die Gemeinde darauf, dass die Baukosten für die Halle in Höhe von 750 000 Euro ohne neue Kredite beglichen wurden. Während 120 000 Euro über Ausgleichsstockmittel und 40 000 Euro über das Konjunkturprogramm II finanziert wurden, stemmte die Gemeinde die restlichen Kosten selbst. Der Friedhof hat jedoch nicht nur durch die Aussegnungshalle eine Neuerung erfahren, kürzlich wurde auch die über 200 Jahre alte Friedhofsmauer saniert.
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Autor: NADJA KIENLE | 02.11.2011
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Architekt Jürgen Brandstetter, Bürgermeister Karl Vesenmaier und der Künstler Klaus-Dieter Eichler vor dem goldenen Wandelement in der umgebauten Aussegnungshalle. Foto: Nadja Kienle
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