Korken sammeln für einen guten Zweck

Rechberghausen.  Die Aktion "Korken für Kork" sorgt für die Wiederverwertung von Korken und schafft dabei Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Seit einigen Wochen gibt es auch im Landkreis eine Sammelstelle.

Seit Anfang März beteiligt sich der Alexander-Stift Rechberghausen an dem Projekt "Korken für Kork". Jedes Jahr fallen allein in Deutschland etwa 1,2 Milliarden Korken an, die auf dem Müll landen. Diese Korken als Wertstoff zu erhalten und bei der Verarbeitung Arbeitsplätze zu schaffen, sind die Ziele der Aktion "Korken für Kork", die 1991 durch die Diakonie Kork in Kehl/Rhein ins Leben gerufen wurde.

Die gebrauchten Korken werden an zahlreichen Stellen in ganz Deutschland gesammelt und in Kork von Menschen mit Behinderung weiter verarbeitet. Sie prüfen die angelieferten Korken auf Fremdmaterialien wie Plastik, Metall oder Verschlüsse aus Kunststoff und verarbeiten die Naturkorken zu einem natürlichen Dämmstoffgranulat. Alte Korken werden zu Pinnwänden und Korkschrot.

Die Sammelaktion verknüpft dabei ökologische Aspekte wie Müllvermeidung und Wiederverwertung mit sozialen Aspekten, wie der Schaffung von Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung.

Als Cilia Benedikt-Straub, Heim- und Pflegedienstleiterin im Alexander-Stift Rechberghausen, in einer Zeitschrift von dieser Aktion las, war sie sofort begeistert. "Ich wusste selber immer nicht wohin mit den Korken", erzählt sie. So habe sie sich in Kork kundig gemacht, was im Zuge dieser Aktion genau passiert und wo in der Umgebung gesammelt wird. Da keine nähere Adresse vorhanden war, beschloss die Heimleiterin eine Sammelstelle im Alexander-Stift einzurichten.

Seit einiger Zeit steht nun im Eingangsbereich ein roter Eimer, der mit Korken befüllt werden kann. Jeder, der möchte, kann sich hier aktiv an der Sammelaktion beteiligen und Korken zur Wiederverwertung abgeben. "Wir haben vier große Säcke aus Kork bekommen, in denen werden die abgegeben Korken gelagert", erklärt die Heimleiterin. Wenn die Säcke gefüllt sind, werden sie abgeholt und nach Kork gebracht.

Im Großen und Ganzen komme die Aktion bei der Bevölkerung gut an, meint Benedikt-Straub. "Ich kann mich nicht beklagen, würde mir aber wünschen, dass sich zum Beispiel noch eine Wirtschaft beteiligt, denn da müsste ja eine relativ große Menge an Korken anfallen", meint sie.


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Autor: MAGDALENA MAU | 24.06.2011

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