Kerzen, Kleidung und Körbe
Auf dem Markt der Kunst und Kreativität in Rechberghausen gab es gestern wieder allerlei Handwerk zu sehen. Als sich die Wolken verzogen hatten, kamen zahlreiche Besucher zum Staunen und Kaufen.
Autor: SABINE HEISS |Drehorgelklänge empfingen die Besucher des 18. Marktes der Kunst und Kreativität und stimmten sie auf einen Bummel durch die historische Rechberghäuser Ortsmitte ein. Gleich am Eingang blieb das Auge an einem Meer aus roten, grünen, lilafarbenen und braunen Kerzen in Form von Kugeln, Zylindern und Quadraten hängen. "Wir machen die Kerzen in unserem Keller selber", erzählt Heidi Breuer von "Carolin Kerzen". Sie war das erste Mal in Rechberghausen dabei und war froh, dass die Sonne noch heraus kam.
Je mehr sich die Wolken verflüchtigten, desto mehr Besucher kamen zum Markt. Zwischen selbst genähten Steckenpferden im Zebra-Look, Stofftäschchen für Papiertaschentücher und verzierten Bändern, gab es auch handgefertigte Kleidung. Für kleine Mädchen wurden Kleider, die mit Hühnern bedruckt waren, und sommerliche Haarbänder angeboten. Selbst die Puppen der Mädchen konnten neu eingekleidet werden.
An mehreren Ständen reichte das Sortiment vom Schneeanzug über den Bademantel bis hin zur eleganten Robe - natürlich nach Konfektionsgrößen sortiert. Doch auch für die Erwachsenen wurde das Angebot nicht langweilig. Kerstin Mayer bot selbstgefertigte Taschen aus Gurtband an. Die Idee dazu hatte sie selber: "Die Bänder sind stabil und waschbar und ich kann nach Wunsch Muster und Größe fertigen."
Zwischen all der Kunst kam auch der kulinarische Genuss im Städtlein nicht zu kurz. Der Musikverein Rechberghausen versorgte die Besucher. Und auf dem Kirchplatz versetzte der Verein Casa Nova den einen oder anderen in Urlaubslaune. Mit selbstgemachter Paella ließen sich die Besucher von der lateinamerikanischen Musik bei einem Glas Sangria oder Caipirinha gerne verwöhnen. Unterstützt wurde das südamerikanische Flair durch die drei Alpakas auf dem Platz, die für Produkte aus ihrem Fell werben sollten.
Für die richtige Orientierung zwischen all den Glückwunschkarten, Waldwichteln und einem Filzmobile aus Meerestieren sorgte schließlich "Herr Gorges" auf seinem Hochrad. Aus seiner Tasche heraus verteilte er das Programmheft und unterhielt nebenbei die Passanten mit den Besonderheiten seines Gefährtes: "Selbst wenn ich ganz langsam fahre, kann ich nicht umkippen" - sprach er und verschwand wieder zwischen Specksteinskulpturen, Schmuckanhängern aus Glas und Holzvesperbrettchen.
Auch die Unterhaltung der Kleinen war sichergestellt. Beim Kinderschminken stand der Nachwuchs Schlange und bei der Kulturmühle konnten Körbe selber geflochten werden. Rund um die alte Mühle fand am vergangenen Wochenende auch der 16. Kunst- und Handwerkermarkt statt. Die beiden Märkte sorgten mit ihrem bunten Angebot für Stimmung bei den Besuchern. Organisatorin Bettina Seidl erfreute sich an der positiven Resonanz der Passanten. "Auch die Aussteller sind sehr zufrieden."





