Dirtbahn-Pläne am Sportpark Lindach
Rechberghausen. Neuer Anlauf zum Projekt "Dirtbahn" in Rechberghausen: Die Gemeinde zielt jetzt auf einen Standort beim Sportpark Lindach.
Eine "Dirtbahn" für Mountainbiker, die über Erdhügel schanzen wollen, bleibt in Rechberghausen auf der Tagesordnung - jetzt mit neuem Ziel. Der Standort Herrenbachanlage ist faktisch ausgeschieden. Dort hatte der Gemeinderat ein entscheidendes Manko ausgemacht: Eine Zufahrt für die Lkw, die den Erdaushub für die Hügellandschaft bringen sollen, stieße auf Hürden. "Der eine Weg ist zu schmal für Lkw", resümiert Bürgermeister Reiner Ruf, "der andere würde beschädigt."
Im August hatte der Gemeinderat die Situation vor Ort inspiziert. Jetzt hat er sich ohne viel Federlesen von dem Standort verabschiedet und den Sportpark Lindach ins Auge gefasst.
Für den Schultes ist das "auch ein guter Standort", der von vornherein in Reserve gewesen sei. Probleme mit der Nachbarschaft gibt es auch dort nicht, und der Sportpark solle ja dazu dienen, alle Sportarten aufzunehmen, so Ruf. Ganz wichtig auch: Der Gemeinde gehört das Gelände. Die Zufahrt gilt nicht als Problem.
Die Gemeindeverwaltung hat sich schon dahintergeklemmt. Es gibt erste Überlegungen zum Standort und Parcours. "Wir favorisieren ein Gelände im südöstlichen Teil", sagt Hauptamtsleiter Matthias Dichtl. Dort ist noch ein ganzer Hektar frei, der allerdings auch für ein mögliches künftiges Spielfeld reserviert ist. Ob und wann das kommt, stehe zwar in den Sternen. Aber: "Wir müssen darauf achten, das nicht zu verbauen", sagt Dichtl. Die Gemeindeverwaltung zieht eine Landschaftsarchitektin zu Rate. Sie soll zwei, drei Varianten entwerfen, die dann im März oder April dem Gemeinderat vorgestellt werden sollen. Wobei noch unklar sei, wie lang diese "Dirtbahn" werden soll. Offen ist auch, wie schnell sie Wirklichkeit werden kann.
Wichtig ist dem Gemeinderat auch, ob da Haftungsfragen auf die Gemeinde zukommen. Der Hauptamtsleiter sieht das undramatisch. Die Gemeinde sei für die Verkehrssicherheit ihrer Sport- und Freizeitanlagen verantwortlich, aber das sei bei einer Dirtbahn vergleichsweise unproblematisch, beruhigt Dichtl. Da gebe es keine technischen Elemente wie bei Spielplätzen. Eine Tüv-Abnahme sei nicht zwingend, aber "nicht schlecht."
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Autor: JÜRGEN SCHÄFER | 10.02.2012
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