Beitrag zur Energiewende

Wäschenbeuren.  Wäschenbeuren stellt Weichen für die Energiewende: Für die geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage wird ein Bebauungsplan aufgestellt.

Im November visierte der Gemeinderat ein gemeindeeigenes Grundstück im "Wagrain" als möglichen Standort für Windrotoren an. Kurz darauf wurde die Idee eines Solarparks aufgegriffen. Die Verwaltung schlug dabei auch gleich eine Fläche im Bereich der Deponie "Tausenbreitenwiesen" vor, die ebenfalls nördlich des Ortes liegt. Dort könne eine größere Freiflächenanlage mit 600 bis 750 Kilowatt Peak entstehen. Jetzt wird für den Bereich der Erddeponie und des angrenzenden Kompostplatzes ein Bebauungsplan aufgestellt. Den Planungsauftrag hat der Gemeinderat für rund 12 000 Euro vergeben. Die Planung solle wegen der weiteren Absenkung der Einspeisevergütung zügig erfolgen, heißt es seitens der Verwaltung.

Dies betonte auch Erich Hieber (CDU) nochmals, der darauf hinwies, dass die Anlage wegen der Einspeisevergütung in der ersten Jahreshälfte "ans Netz gehen" müsse. 1,3 Millionen Euro sind für dieses Großprojekt veranschlagt. Damit stellt die Gemeinde die Weichen in Richtung Energiewende, was vom Gemeinderat mehrheitlich befürwortet wird. Dies wurde nochmals bei den Stellungnahmen der drei Fraktionen zum Haushalt deutlich: Der Atomausstieg sei der richtige Weg, er erfordere aber auch von den Kommunen viel Verantwortung und Flexibilität, erklärte Manfred Weber (Freie Wähler). Er beantragte, noch weitere geeignete Standorte für Windrotoren auszuweisen. "Die Energiewende ist nur machbar, wenn viele kleine Schritte an vielen Orten unternommen werden", äußerte sich Peter Schührer (SPD). Der Solarpark eröffne die Chance, einen eigenen Beitrag zur Energieversorgung des Ortes zu leisten. Zudem steht die Fraktion auch dem Thema Windkraft offen gegenüber. Auch die CDU begrüßte das Solar-Projekt: Damit könne die Gemeinde einen Beitrag zu regenerativen Energien leisten und noch einen wirtschaftlichen Mehrwert generieren, sagte Erich Hieber.


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Autor: NADJA KIENLE | 25.01.2012

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