Was Lorcher Betriebe zu bieten haben

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Bei den Lorcher Gewerbetagen gehe es um die langfristige Wirkung, sagt Organisator Thomas Wörner. „Dass nach diesen Tagen die ­Geschäftsbücher vor Aufträgen platzen, ist nicht so“, ergänzt er.  Foto: 

Wer am Samstag und Sonntag in der Klosterstadt etwas geboten haben wollte, musste sich gen Osten wenden. Im Gewerbegebiet unterhalb des Klosterberges spielte bei den zweiten Lorcher Gewerbetagen die Musik. Und dieses Mal lauter als zuvor. Denn im Vergleich zur ersten Ausgabe 2015 präsentierten sich 15 Aussteller mehr zwischen Autohaus, Handwerksbetrieben und Einzelhändlern.

„Je mehr dabei sind, desto interessanter ist es für die Besucher“, erklärte Thomas Wörner. Der Schreinermeister hat die Aktionstage für den örtlichen Gewerbe- und Handelsverein organisiert. Mit gutem Grund, immerhin hatte Wörner die Leistungsschau vor Jahren bereits im Kleinen angestoßen. Eine Handvoll Betriebe, darunter Dachdecker, Schmied und Maler, wollte präsentieren, was sie zu bieten hatten. Unter den Fittichen des Vereins entstanden dann die Gewerbetage.

In diesem Jahr wurden auch Mitglieder der Lorcher Werbegemeinschaft angefragt. „Beide Organisationen gehören ja eigentlich zusammen“, sagte Wörner. Er freue sich, dass viele weitere Händler das Konzept unterstützen. So fanden sich unter den Ausstellern Betriebe, die ihren Standort eigentlich in der Innenstadt haben. Acht von ihnen sind zudem dem Gewerbe- und Handelsverein neu beigetreten, sagte Wörner. Zum ersten Mal dabei ist zum Beispiel die Familie Fila. Mit Obst, Gemüse und Wurstprodukten präsentierte die Landwirte Erzeugnisse aus ihrem Hofladen. „Ich finde es toll, wenn jemand so eine Aktion auf die Beine stellt“, sagte Andreas Fila. „Es wäre doch schade, das nicht zu unterstützen.“ Ebenfalls aus der Innenstadt raus kam extra Tanja Hepfer. Die Blumenhändlerin zeigte bunte Frühlingsinspirationen. „Ich bin in der Werbegemeinschaft und wollte gerne mitmachen“, sagte sie. Ihr sei in erster Linie wichtig, ihr Angebot den Besuchern präsentieren zu können. Und damit womöglich zu überraschen: „Dass wir Fenster verkaufen, weiß in Lorch beinahe jeder“, erzählte etwa Rainer Kontermann.

Hier könne der Meisterbetrieb aber auch zeigen, dass genauso Garagentore oder Insektenschutz zum Repertoire gehören. Ebenso ging es den Mitarbeiterinnen von Angi’s Spa. „Wir sind nicht nur ein Nagelstudio, wie oft angenommen“, sagte Mitarbeiterin Evi König und deutete auf verschiedene Cremetuben: „Das ist unsere spezielle Hautpflegeserie.“ Bewährtes zum günstigeren Preis oder mit Sonderaktionen gab es auch.

Beim Stand von Barbara Hammel-Martincic konnten Besucher nur an diesem Wochenende eine exklusive Fitness-Reise buchen. Fünf Prozent Rabatt erhielten alle Besucher für eine Reise mit der Firma Kolb. „Außerdem schauen sich viele Leute unseren Fünf-Sterne-Bus an“, sagte Heidi Kolb.

Fahrzeuge nahmen viel Raum bei der Schau ein, denn auch Transporter, Segways und nicht zuletzt die 25 verschiedenen Modelle des ortsansässigen Autohauses galt es zu beschauen oder auszuprobieren. Ob Neuwagen oder Gebrauchter, gerade sonntags waren seine Mitarbeiter mit vielen Kundengesprächen beschäftigt, sagte Rainer Schramel.

„Dass nach diesen Tagen die Geschäftsbücher vor Aufträgen platzen, ist nicht so“, ergänzte Thomas Wörner. Es sei vielmehr die mittel- und langfristige Wirkung, über die sich der Aufwand lohnen würde. „Mir haben noch Monate später Leute Flyer vom letzten Mal in die Hand gedrückt und einen Auftrag erteilt“, berichtet Wörner.

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