Skurriles Sanatorium in Haigerloch

ln ihrem Privatmuseum in Haigerloch zeigt die Textilkünstlerin Alraune Siebert in der neuen Saison skurrile Klinik-Szenerien. Die Ausstellung "Mein wundersames Sanatorium" wurde jetzt eröffnet.

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    "Mein wundersames Sanatorium" heißt die neue Ausstellung der Textilkünstlerin Alraune Siebert (links) in ihrem Haigerlocher Privatmuseum. Foto: 
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In bisher 36 Jahren ist Alraune Sieberts "Paralleluniversum" entstanden. Es besteht nicht nur aus 70 menschengroßen textilen Kunst-Figuren - ihrem "Ensemble" - sondern verblüfft auch mit Tausenden von dazugehörigen Objekten. Der Fundus hat beachtliche Ausmaße und ihre Ausstellungen füllen locker das ehemalige Sterne- Restaurant mit Hotel, den "Schwanen" am Marktplatz in Haigerloch, auf über drei Etagen.

Neue Rollen für Figuren

Alraune wäre es zu langweilig, die Räume mit Szenerien zu füllen, die immer gleich bleiben. Die Künstlerin nutzt die Wintermonate (das Museum bleibt in dieser Zeit geschlossen), um die Ausstellung komplett umzugestalten.


Jede Saison gibt es ein anderes Konzept. Alraunes Figuren (Puppen gibt es hier nicht) schlüpfen in neue Rollen, wechseln Kleidung, Namen und Berufe, treten in anderer Gesellschaft auf und bekommen von ihr neue schräge Kurzgeschichten auf den Leib geschrieben. Für die neue Saison hat sich die Textilkünstlerin das Gesundheitswesen vorgeknöpft. Die Ausstellung "Mein wundersames Sanatorium" wurde jetzt eröffnet.

Im weißen Kittel durchs Museum 

Schon an der Garderobe können die Besucher in die Welt eines skurrilen Sanatoriums eintauchen, können sich mit einem weißen Kittel und einer OP-Haube einkleiden und ein Doktoren- oder Professoren-Namensschild ihrer Wahl ans Revers heften. Aber auch der Aufenthalt im Wartezimmer hat seinen Reiz. Bei einem Blick in die Klinik-Küche wird gleich klar: Hier war- ten unübersehbar gesundmachende schwäbische Speisen auf die Patienten. Und ja, auch Kartoffelsalat ist nähbar!

Die Hotelzimmer sind in dieser Saison Belegräume und Behandlungszimmer diverser Mediziner. Fraglich ist ihre Seriosität. "Wir reden von Wunderheilung, Botox-Party, Jodeltherapie und Dackelhaar-Transplantationen", sagt die Schöpferin und Herrin der Kunst-Menschen mit einem Augenzwinkern.

 Info  Details zum Privatmuseum im "Schwanen" am Haigerlocher Marktplatz gibt es im Internet unter www.panoptikum-siebert.de und Telefon: (07474) 9 58 07 58. Die Ausstellung ist bis 31. Oktober von Donnerstag bis Freitag sowie an Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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