Neue Zukunft für die Alte Schule

Leader macht‘s möglich: Wenn die EU ihren Fördertopf öffnet, haben die Bürger in Amstetten-Dorf bald ein Kultur- und Begegnungshaus.

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Die Tage des Gebäudes Kirchgasse 10 in Amstetten-Dorf sind gezählt. Nachdem der Gemeinderat bereits im Mai  beschlossen hatte, die von Landfrauen und Vereinen genutzte Alte Schule abzureißen, weil sich eine Sanierung nicht lohnt, hat Architekt Raimund Stolz dem Gremium in seiner Sitzung am Montag die Pläne für den Neubau vorgestellt. Demnach soll anstelle der Schule ein Kultur- und Begegnungshaus entstehen.

Der Name kommt nicht von ungefähr: Die Gemeinde hofft, mit der so definierten Nutzung an Fördergelder aus dem Leader-Programm der EU zur Entwicklung des ländlichen Raums zu kommen. Wird der Antrag bewilligt, winkt ein Zuschuss in Höhe von 50 Prozent der Netto-Baukosten. Das Geld könnten die Amstetter gut gebrauchen, schließlich kommt der Architekt bei seiner Kostenschätzung für das Projekt inklusive Abbruch des alten Gebäudes inzwischen auf Gesamtkosten in Höhe von 495 000 Euro. In ersten Überlegungen zu einer möglichen Sanierung war Ortsbaumeister Manfred Werner vor rund zwei Jahren noch von 145 000 Euro ausgegangen.

Dass man mit dem Neubau inzwischen bei knapp 500 000 Euro liegt, führte der Architekt am Montag unter anderem auf die gegenüber der ursprünglichen Planung um 30 Quadratmeter auf nunmehr 165 Quadratmeter erhöhte Nutzfläche zurück. „Das sind allein rund 85 000.“ Außerdem hatte der Architekt auf Drängen des Landesdenkmalamtes seine Planung nochmal überarbeiten müssen. Stolz wollte für die Begegnungsstätte ein versetztes Pultdach, das Denkmalamt besteht hingegen aber darauf, dass sich auch das neue Gebäude mit einem steilen Satteldach ins Ortsbild einfügt.

Trotz Kostensteigerung und Auflagen durch den Denkmalschutz war der Gemeinderat am Montag unterm Strich zufrieden mit der Planung, zumal man nun einen weiteren Raum im Dachgeschoss hinzugewinnt. Einstimmig erhielt der Architekt den Auftrag, seine Pläne weiter auszuarbeiten.

Damit hängt nun alles davon ab, wie der Leader-Ausschuss Ende Oktober entscheidet. Kämmerer Karlheinz Beutel lässt schon heute keinen Zweifel daran: „Ohne Zuschuss ist das Projekt eine Nummer zu groß für uns.“

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