Hocketse läutet Wonnemonat ein

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Das gute Stück ragt
25 Meter in die Höhe und muss von einem Schwerlastkran aufgerichtet werden: Am 28. April lässt die Stadt Kirchheim den Maibaum aufstellen, und drei Tage später, am 1. Mai, lädt der Trachtenverein zur Hocketse rund um sein Vereinsheim am alten Friedhof in der Stadt ein.

Auf ein früher übliches Schauspiel müssen Zuschauer des Aufstellens inzwischen verzichten. Wie die Stadt mitteilt, sind die Sicherheitsvorschriften für das Aufstellen derart streng, dass die Beteiligten darauf verzichten, den Stamm mit Kranz, Bändern und Zunftzeichen von Mitgliedern des Trachtenvereins aufstellen zu lassen. Grund für die Auflagen seien Unfälle, die beim Aufstellen eines Maibaums in anderen Städten und Gemeinden geschehen sind, erklärt die Verwaltung. Diese „immens“ hohen Sicherheitsbestimmungen beendeten in Kirchheim vor einigen Jahren eine fast 50-jährige Tradition des Baumstellens mit Muskelkraft.

Ein weiteres Element des Schauspiels zur Begrüßung des Mai fehlt dieses Jahr ebenfalls: Der Umzug fällt aus. „Der Kirchheimer Trachtenverein und die Stadt Kirchheim sind sich einig, dass ein Umzug zu dem bereits seit dem letzten April-Wochenende stehenden Maibaum am ersten Maitag selbst unattraktiv wäre“, lautet die Begründung.

Trotz dieser Einschränkungen soll die Ausgelassenheit zu Beginn des Wonnemonats nicht zu kurz kommen. Der Trachtenverein ist schließlich nicht von der Bildfläche verschwunden, sondern lädt am 1. Mai zu einer Hocketse an seinem Heim beim alten Friedhof in der Notzinger Straße 38 ein. Der Stadt zufolge begleitet der Trachtenverein das Maibaumstellen in Kirchheim seit 49 Jahren.

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