Gemeinsam die Innenstadt gestalten

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Wie viel Veranstaltungen verträgt die Gmünder Innenstadt? Diese Frage war unter anderem Thema beim Innenstadtforum.  Foto: 

Mehr Geschäfte. Mehr Bürger. Und mehr Besucher von außerhalb. „Das ist das, was wir alle wollen“, sagte Oberbürgermeister Richard Arnold in seinem Impulsvortrag beim ersten Innenstadtforum im Gmünder Prediger am Montagabend.

Unter dem Motto „Gemeinsam die Innenstadt gestalten“ hatten sich alle Innenstadtakteure – Gewerbetreibende, Immobilienbesitzer, Anwohner und Interessierte – erstmals zu einem gemeinsamen Austausch getroffen. Ein „Drumherumreden gibt’s heute nicht“, betonte Markus Herrmann, Geschäftsführer der Touristik & Marketing GmbH.

Die Stadt stehe vor „großen Herausforderungen“, hob Arnold hervor. Nicht nur wegen der bevorstehenden Remstalgartenschau 2019. „Wir müssen die Dynamik in der Stadt weiter voran treiben.“ Das gelinge nur gemeinsam, da waren sich OB, T&M-Chef und der Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins (HGV), Dr. Christof Morawitz, ­einig.

Dass ein Konsens aber nicht immer einfach werden könnte, bewies die anschließende Diskussion über den Weihnachtsmarkt. Während einige sich für eine Verkürzung der Laufzeit und eine Verkleinerung aussprachen, sahen andere in ihm „einen Gewinn für die gesamte Stadt“. So auch Arnold. Er plädierte an alle Anwesenden, „dass wir solche Veranstaltungen nicht leichtfertig aufs Spiel setzen dürfen“. Dennoch wolle man eine „geeignete Lösung für alle“ finden.

Ebenso bei den Themen Elektro-Zügle, öffentliche Toiletten, Wochenmarkt, Parken auf dem Münsterplatz, Fahrradständer auf dem Marktplatz und Wohnmobilstellplatz. „Alles ganz wichtige Themen“, analysierte Herrmann. „Wir nehmen alle Anregungen, Wünsche und Kritikpunkte auf und lassen es in unsere Überlegungen einfließen“, sagte Morawitz.

Ein voller Terminkalender

Mit einem „schnellen Galopp“ durch den städtischen Veranstaltungskalender zeigte Herrmann anschließend die Fülle an bevorstehenden Termine auf. „Eine Absage an den Gmünder Sommer heißt nicht, dass in Gmünd nichts mehr angeboten wird.“ Im Gegenteil. Von den Altersgenossenfesten über das Stadtfest bis hin zum Europäischen Kirchenmusikfestival und vielem mehr seien wieder viele Veranstaltungen geplant. Zusätzlich erarbeite die T&M derzeit ein neues Marketingkonzept mit Namen „Zwischen Himmel und Erde“. Dabei sollen mithilfe kleinerer Filme die Geschichten der Stadt erzählt werden. Man dürfe „schon jetzt gespannt sein, was da Konkretes entsteht“, sagte Herrmann.

Eine schlechte Nachricht hatte­ der T&M-Chef schließlich doch noch: Auf Vorgabe des Innenministeriums werde die Polizei zukünftig kein Personal mehr für Umzüge beispielsweise der Altersgenossen oder der Narren bereitstellen. Ab sofort müsse die Stadt dafür aufkommen. „Das belastet uns“, sagte Herrmann. Doch die Verwaltung sei bereits auf der Suche nach einer Lösung.

Morawitz war nach Abschluss des ersten Innenstadtforums zufrieden. Sowohl mit der Anzahl der Gäste. Aber auch mit den vorgetragen Wünschen und ­Anregungen. Nur eines hat ihn an diesem Abend etwas verwundert: „Dass das Parken nicht zur ­Sprache kam.“ Er werte dies als „ein gutes Zeichen“ und glaube, dass „die Mehrheit der Bürger und Händler das neue Parkkonzept verstanden und akzeptiert hat“.

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