Die Stadt setzt künftig auf flachere Hierarchien

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Der Personalratsvorsitzender Wolfgang Rau, der neu gewählte Beigeordnete Stefan Wörner, Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und der Erste Bürgermeister Günter Riemer.  Foto: 

Die Neuorganisation der Stadt Kirchheim unter Teck soll zum 1. Januar umgesetzt sein. Mit der Wahl des 42-jährigen Diplom-Verwaltungswirts (FH) sowie Betriebswirts (VWA) Stefan Wörner zum Beigeordneten ist das nächste sichtbare Zeichen gesetzt, teilt die Stadt in einer Presseerklärung mit. Er wird künftig das neugeschaffene Dezernat III leiten. Die Wahl ist in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates einstimmig bei 31 Ja-Stimmen erfolgt.

Zuvor hatten die Ausschüsse eine engste Wahl gebildet, sodass in öffentlicher Sitzung allein Wörner zur Wahl stand. Stefan Wörner leitet seit nunmehr fünfeinhalb Jahren den Fachbereich Zentrale Steuerung und Service in der Stadtverwaltung. Insgesamt blickt er auf 20 Jahre Berufserfahrung in der Kommunalverwaltung zurück. In seiner Rede erklärt er: „Es gibt wenige Bereiche, in die ich in den vergangenen Jahren keinen Einblick erhalten habe. Dies ist die ideale Voraussetzung für die Leitung dieses Dezernates.“ Im neuen Dezernat III sind künftig die sogenannten Querschnittsaufgaben – Personal und Organisation, Finanzen, Gremien- und Öffentlichkeitsarbeit, Recht, Controlling und Berichtswesen – zusammengefasst. Zudem kenne er als Gemeinderat in Römerstein, so betont er, die Arbeit einer Stadt von beiden Seiten.

Der Gemeinderat hat dem Organisationsvorschlag im März grünes Licht gegeben. Im Rahmen der Organisationsentwicklung entfällt die zweite Hierarchie-Ebene (Fachbereichsleitungen). Vakante Fachbereichsleiter-Stellen werden nicht mehr nachbesetzt. Hierdurch kompensieren sich die Kosten für die Beigeordneten-Stelle, was auch Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker in ihren einleitenden Worten betonte.

Durch den Wegfall einer Hierarchie-Ebene entstehe insgesamt eine flachere Hierarchie mit kürzeren Entscheidungswegen. Die Stadtverwaltung verspricht sich hierdurch mehr Effizienz. Zudem soll der Fokus – zugunsten der Einwohnerschaft – künftig stärker auf die einzelne Dienstleistung und ihre Wirkung gelegt werden.

Aus diesem Grund soll der Team- und Projektarbeit fortan noch größere Bedeutung zukommen. „Mit Strukturen aus den 1980er Jahren können wir den Herausforderungen im Jahr 2020 nicht begegnen“, zeigt sich Matt-Heidecker vom eingeschlagenen Weg überzeugt.

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