Zivilcourage kann man schon mit einem Anruf zeigen

Zwar schockieren Meldungen über Prügeleien in jüngster Zeit einige Geislinger, doch in der Fünftälerstadt lebt es sich noch immer sicher, betont die Polizei. Wer eine Schlägerei beobachtet, soll die 110 rufen, sich aber selbst nicht in Gefahr bringen.

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Die Meldungen über Schlägereien im Raum Geislingen scheinen in den vergangenen Wochen zugenommen zu haben. Sie verunsichern viele Menschen, die hier leben. In den sozialen Medien wie auf der Internetseite der GEISLINGER ZEITUNG äußerten Leser ihre Sorgen. Erst am Wochenende hatten mehrere Schläger auf einen 19-Jährigen beim Rathaushock in Amstetten eingeprügelt (wir berichteten). „Richtig schlimm ist das“, schreibt eine junge Frau auf die Facebook-Seite der GZ.

Schon am Mittwoch zuvor hatte ein 36-jähriger Geislinger mit einer Holzlatte einen Kontrahenten geschlagen. Und in einer Gaststätte beim Tälesbahnhof hatten sich Ende Juni mehrere Männer geprügelt.

Niemand müsse deswegen Angst haben, auf die Straße zu gehen: „In Geislingen lebt man sicher“, sagt Rudi Bauer, Pressesprecher der Polizei. Die Gründe für die Prügeleien müssten von Einzelfall zu Einfall analysiert werden, doch tatsächlich könne so etwas gerade in den Sommermonaten passieren. Wenn draußen schönes Wetter ist, komme bei vielen der Alkohol ins Spiel. Ob man von einer Häufung der Vorfälle sprechen kann, würde allerdings erst die Bilanz am Ende des Jahres zeigen, so Bauer.

Wer Zeuge einer Auseinandersetzung wird, sollte schnell die „110“ wählen, sagt der Pressesprecher. Niemand müsse sich aber unter Druck gesetzt fühlen und sich selbst in Gefahr bringen. Zivilcourage bedeute bereits ein Anruf. Polizisten sind ausgebildet, um in solchen Situationen die Streithähne zu besänftigen. Deutschlandweit scheint der Respekt vor den Ordnungshütern zu fallen. So waren beim Schlagerkuchen im Juli drei Beamte leicht verletzt worden, als sie sieben Randalierer aus dem Ankenstadion verweisen mussten. Das Trio ist inzwischen genesen und konnte schnell wieder zur Arbeit zurückkehren. Für die Beamten sei das natürlich eine Drucksituation. Sie könnten damit aber umgehen, sagt Bauer.

Ein GZ-Leser blickte bereits nachdenklich in Richtung Wochenende: „Der Hock kann kommen.“ Besorgt müsse er nicht sein, versichert Rudi Bauer. „Wir kontrollieren und wollen dafür sorgen, dass die Geislinger ein schönes Fest feiern.“

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