Zweifel am Untergrund

Eislingen.  Die Vergabe von Tiefbauarbeiten zur Sanierung der Vogelgartenstraße nutzte der Eislinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auch zur Diskussion der Straßenbau-Prioritätenliste und geologischen Fragen.

Mit einer Prioritätenliste hatte der Gemeinderat vor wenigen Wochen festgelegt, welche Straßenabschnitte angesichts beschränkter Finanzmittel zunächst saniert werden, also Vorrang in dieser Frage genießen. So wurde zusammen mit der einstimmigen Vergabe der Tiefbauarbeiten sowie der Lieferung und Montage der Wasserrohre für dieVogelgartenstraße noch der Auftrag an die Verwaltung erteilt, für alle Stichwege auf Eislinger Gemarkung die Kosten für eine Sanierung und die dortige Geologie zu überprüfen und die Ergebnisse dem Gemeinderat zeitnah vorzulegen.

Zuvor hatten die Fraktionsvorsitzenden von SPD und FWV, Peter Ritz und Eckehard Wöller bemängelt, dass angrenzende Straßenabschnitte sowie eine Stichstraße, die nicht saniert würden, in einem schlechteren Zustand wären als der Bereich, der nun saniert würde. In dieser Frage müsse man "tiefer einsteigen", meint der CDU-Fraktionsvorsitzende Erich Schwendemann. Er erklärte, dass diese Feststellung eigentlich schon bei der Erstellung der Prioritätenliste hätte erfolgen müssen und übte in diesem Zusammenhang erneut Kritik an der Informationspolitik der Stadtverwaltung die dies nicht ermöglicht habe.

Der Technische Beigeordnete Thomas Schuster betonte. dass der Gemeinderat auch die Möglichkeit gehabt hätte, "ein größeres Paket zu schnüren. Zu bedenken sei auch angesichts begrenzter Budgets, dass Sanierungen in einem Zug immer günstiger seien als in mehreren Etappen , so Schuster weiter.

Größere Bedeutung als dieser Frage maß der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Holger Haas, der dortigen geologischen Frage bei. Anwohner hatten auf die Gefahr eines Hangrutsches und der damit verbundenen Beeinträchtigung der Bausubstanz hingewiesen. Thomas Schuster nannte die Argumente vorgeschoben. Dies sei nicht der Grund für Gebäudeschäden. Sicherheitsfragen seien nicht tangiert. Maßnahmen städtischerseits würden nur bei einer Straßengefährdung vorgenommen. Holger Haas wollte die Zustimmung zur Vergabe der Tiefbauarbeiten für die Sanierung der Vogelgartenstraße zwischen Zeisigweg und Hammenweilerstraße dennoch mit dem Signal an die Anwohner verbunden wissen, dass der Hang geprüft werde, "damit es nicht noch schlimmer wird. Schwendemann forderte ein Gutachten um zu prüfen, ob dort das Erdreich aus Knollenmergel bestehe. Wöller sahs ebenso: "Das ist das Schlimmste, was man haben kann, darauf kann man eigentlich nur Pfahlbauten stellen.


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Autor: AXEL RAISCH | 20.05.2010

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