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Zwei Leiharbeiterinnen im Jugendbüro

Das Personal des Eislinger Kinder- und Jugendbüros wird jetzt komplett von der Bruderhaus-Diakonie gestellt. Direkt bei der Stadt sind weder Dagnija Brühl noch ihre neue Kollegin Sabrina Sonntag angestellt.

Autor: DANIEL GRUPP |
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Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Eislingen ist jetzt wieder zu 100 Prozent besetzt. Nachfolgerin von Carina Eberhardt, die Ende Februar ihre Arbeit in Eislingen beendet hat, wurde Sabrina Sonntag. Der Eislinger Verwaltungsausschuss habe sich unter mehreren Bewerberinnen für die 24-jährige Salacherin entschieden, berichtet der Leiter des Eislinger Schul-, Sozial- und Liegenschaftsamts, Dieter Kauderer.

Zur Doppelspitze im Kinder- und Jugendbüro gehört neben Sonntag auch Dagnija Brühl. Eine Neuerung für Eislingen ist allerdings, dass beide Frauen nicht direkt bei der Stadt angestellt sind. Sie sind weiterhin bei der Bruderhaus-Diakonie/Jugendhilfe Deggingen beschäftigt. Dort hat Sabrina Sonntag eine volle Stelle, davon entfällt eine Hälfte der Arbeit auf Eislingen, die andere auf die J.G.-Fischer-Schule in Süßen, berichtet Kauderer.

Damit greift die Stadt Eislingen erstmals beim Kinder- und Jugendbüro auf Leiharbeiterinnen zurück. "Wir kaufen Leistungen für das Kinder- und Jugendbüro ein", erklärt Sozialamtschef Kauderer. Obgleich die Bruderhaus-Diakonie ihr Arbeitgeber ist, seien Brühl und Sonntag aber ihm unterstellt. "Der Dienstvorgesetzte ist der Amtsleiter." Der Vertrag über die Kooperation habe keine bestimmte Laufzeit.

Die Stadt hätte für die Jugendarbeit auch wie bisher jemanden einstellen können, jedoch sei Eislingen "von der Qualität der Leute von der Bruderhaus-Diakonie überzeugt", erläutert Kauderer. Denn eine ähnliche Zusammenarbeit gibt es in Eislingen schon an mehreren Stellen. So sind Streetworker Hänsi Weiß sowie die Schulsozialarbeiter der Silcher-, Schiller-, Pestalozzischule und des Erich-Kästner-Gymnasium Angestellte der Diakonie. Die in Eislingen tätigen Sozialarbeiter und Erzieherinnen würden fachlich von der Bruderhaus-Diakonie, die von einer gemeinnützigen Stiftung getragen wird, begleitet. Diese Betreuung und Anleitung muss aber auch bezahlt werden.

Im Gegensatz zum Leiharbeiterwesen in anderen Branchen sei wegen der Supervision diese Zusammenarbeit nicht billiger, als wenn die Frauen direkt bei der Stadtverwaltung angestellt wären, berichtet Kauderer.

Sabrina Sonntag hat im September 2009 ihre Ausbildung als staatlich anerkannte Erzieherin abgeschlossen und seither Berufserfahrung gesammelt. Seit Oktober 2010 absolviert sie ein berufsbegleitendes Studium an der Katholischen Hochschule in Freiburg im Bachelorstudiengang "Management von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen".

Auf das Team im Kinder- und Jugendbüro wartet viel Arbeit, an vorderster Stelle die Organisation der Waldwunderwoche (WaWuWo). Auch die Jugendhilfeplanung soll weiter gehen.

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