Wehr löscht unter neuem Chef

Süßen.  Ab März bekommt die Süßener Feuerwehr einen neuen Kommandanten. Der Gemeinderat bestätigte jetzt einstimmig die Wahl von Bernd Bühler. Der neue Mann hat rund 30 Jahre Erfahrung.

Bernd Bühler ist in der Hauptversammlung der Feuerwehr Süßen Ende Januar für fünf Jahre zum neuen Kommandanten und somit zum Nachfolger von Andrea Borgia gewählt worden. Der bisherige stellvertretende Kommandant, Achim Licht, wurde in seinem Amt bestätigt. Nach der Zustimmung durch den Gemeinderat überreichte Bürgermeister Marc Kersting beiden ihre Ernennungsurkunden, datiert auf den 7. März - dies deshalb, weil die Amtszeit von Andrea Borgia erst am 6. März endet.

Bernd Bühler begann sein ehrenamtliches Engagement 1983 als Mitglied der Jugendfeuerwehr, war bis 2011 in Süßen Jugendfeuerwehrwart und ist auch beim Kreisverband für die Jugendfeuerwehr tätig. Seit rund 20 Jahren übernimmt er Verantwortung als Gruppen- und Zugführer, auf Kreisebene ist er einer der Ausbilder zum Maschinisten. Der 43-Jährige arbeitet als Berufsschullehrer in Geislingen, er ist unverheiratet und hat keine Kinder. Da er in Süßen ein "gut bestelltes Feld" übernehme ist es sein Ziel, die bewährte Arbeit der Süßener Wehr auch in Zukunft weiterzuführen.

Andrea Borgia trat 1981 in die Freiwillige Feuerwehr ein, wurde 1992 zum stellvertretenden Kommandanten gewählt und übernahm 1997 das Amt des Kommandanten. Ab März will er als Zugführer "ganz normalen Feuerwehrdienst" tun und, soweit gewünscht, seinem Nachfolger "mit Rat und Tat zur Seite stehen". Er übergebe "eine gut geführte Truppe", die in den vergangenen 15 Jahren rund 700 Einsätze absolviert habe. Stets erinnern wird er sich an das Eisenbahnunglück im Jahr 2004, bei dem zwei Züge frontal ineinander krachten und eine Lokomotivführerin zu Tode kam: "Das war sicher ein bleibender Eindruck." Zu den angenehmen Erinnerungen zählt das 125-jährige Jubiläum der Süßener Feuerwehr.

Warum aber der Rückzug als Kommandant? Nach 20 Jahren an der Spitze der Wehr will Borgia nun etwas kürzer zu treten. Jetzt sei der richtige Zeitpunkt zum Aufhören, solange die Leute dies noch bedauern würden und nicht sagen "es ist Zeit das er geht".


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Autor: DIERK BÖTTCHER | 09.02.2012

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