Sperrung ohne Probleme

Lauterstein/Donzdorf.  Wegen Hang- und Straßensanierung ist die Weißensteiner Steige seit letzter Woche gesperrt. Wider Erwarten ist die Verkehrslage relativ entspannt.

Seit Ende Januar ist die B 466 an der Weißensteiner Steige zur Sicherung des Hangs und zu Belagsarbeiten voll gesperrt. Voraussichtlich noch bis Anfang August gibt es keine direkte Verbindung von Weißenstein nach Böhmenkirch und umgekehrt. "Seitdem ist es deutlich ruhiger, allerdings ist der Verkehrsrückgang nicht so krass wie angenommen", stellt Lautersteins Bürgermeister Michael Lenz fest. Lastwagen und Autos würden nun über Degenfeld und Schwäbisch Gmünd in Richtung Aalen fahren. Vor allem ausländische Lkw und Fahrzeuge mit Aalener Kennzeichen nutzen diese Strecke, meint Lenz. Der befürchtete Kundenrückgang für die Lautersteiner Betriebe falle dadurch doch nicht so drastisch aus, beobachtet der Rathauschef. Ein Umleitungsfahrplan regelt für die nächsten Monate den Regionalbusverkehr zwischen Weißenstein und Donzdorf. "Schulbus und ÖPNV laufen gut und beschwerdefrei", sagt Lenz und fügt hinzu, dass es im Vorfeld nur vereinzelt Anfragen von Bürgern gegeben habe. "Die Sorgen konnten wir alle ausräumen", erklärt er. Zudem wurde im Lautersteiner Mitteilungsblatt ein Aufruf für eine Mitfahrbörse nach Böhmenkirch oder Heidenheim gestartet. Angebote und Anfragen werden im Rathaus gesammelt und koordiniert.

Derweil laufen die Forstarbeiten für die Hang- und Felssicherung an der Weißensteiner Steige auf Hochtouren. Die kalte und trockene Witterung kommt den Arbeiten entgegen, weiß Lenz, der sich vor Ort ein Bild gemacht hat und von zahlreichen bereits gefällten Bäumen berichtet.

"Wider Erwarten ist die Verkehrssituation in Donzdorf recht entspannt", erklärt Kommissar Ingo Polk vom Polizeiposten Donzdorf. Lediglich morgens zwischen sieben und acht Uhr sowie zur Mittagszeit sei auf der Umleitungsstrecke, die über die Messelbergsteige in Richtung Heidenheim führt, viel los. Die großflächige Ausschilderung ab Süßen mit dem Hinweis, gesperrt für Schwerlastverkehr über 12 Tonnen, mache sich bezahlt, so Polk weiter.

Regelmäßig werden dennoch die Lastwagen an der Messelbergsteige kontrolliert. Der Polizeikommissar verrät: "Wir haben schon einige umdrehen lassen, die keine Ausnahmegenehmigung vorlegen konnten." Eduard Gromer, der städtische Vollzugsbeamte, spricht gar von "Höllenverkehr morgens und mittags an der Messelbergsteige". Dabei sei dieser zum großen Teil hausgemacht, weil Mütter ihre Kinder in die Schule fahren oder von dort abholen.


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Autor: BEATE SCHNABL | 10.02.2012

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