Spannung vor Eislinger Wahl

Eislingen.  In Eislingen steigt die Spannung: Wer wird im Duell Klaus Heininger gegen Bernd Rößner am Sonntag den Chefsessel im Rathaus erobern?

Volle Großveranstaltungen und Leserbriefspalten: Die bevorstehende Entscheidung bei der Eislinger Bürgermeisterwahl am Sonntag treibt die Bürger um. Die große Frage ist wie viele - und vor allem - sind es mehr wie im ersten Wahlgang am 28. Februar? Denn ungeachtet des großen Interesses im Vorfeld hatten damals am Ende nur schlappe 50,64 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, um einen Nachfolger für den nach 32 Amtsjahren scheidenden Bürgermeister Günther Frank zu wählen.

Im ersten Wahlgang hatte keiner der vier Bewerber die für eine Wahl notwendige absolute Mehrheit erreicht: Der Birenbacher Bürgermeister Klaus Heininger holte mit 37,64 Prozent die meisten Stimmen vor seinem Kuchener Amtskollegen Bernd Rößner, der 31,45 Prozent erreichte. Die Eislinger Grünen-Stadträtin und Referatsleiterin bei der Stadt Göppingen, Ulrike Haas, erzielte 17,7 Prozent und der Bezirksbürgermeister von Plieningen und Birkach Edgar Hemmerich (CDU) 13,11 Prozent. Beide haben ihre Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen. Am Sonntag machen die parteilosen Klaus Heininger und Bernd Rößner die Wahl unter sich aus - dann reicht eine einfache Mehrheit.

Der Eislinger Wahl- und Ordnungsamtsleiter Georg Huttner will keine Prognose für die Wahlbeteiligung am 14. März wagen: "Die hängt nicht von der Beteiligung bei der Briefwahl ab." Bis gestern haben 759 Wahlberechtigte einen Antrag auf Briefwahl gestellt. Zum Vergleich: Im ersten Wahlgang waren es 746 Briefwahlanträge, 710 Bürger haben tatsächlich per Brief gewählt. "Allzuviel wird nicht mehr kommen", betont Huttner. Ob es den beiden Kandidaten inzwischen gelungen ist, noch mehr Wähler zu mobilisieren, wird sich erst am Sonntag weisen. Im zweiten Wahlgang sind 14 605 Bürger wahlberechtigt, am 28. Februar waren es 14 576. Der Grund: 29 Eislinger sind seitdem volljährig geworden und damit potenzielle Erstwähler.

Ausschlaggebend wird am Sonntag aber sein, wie sich das Drittel der bisherigen Wähler entscheiden wird, das am 28. Februar noch Ulrike Haas und Edgar Hemmerich ihre Stimme gegeben hat. Georg Huttner weiß aus Erfahrung, dass auch die Witterung Einfluss auf die Wahlbeteiligung hat: "Zumindest trocken sollte es sein, ideal wäre blauer Himmel, dann gehen die Leute sowieso spazieren."

Egal wie das Wetter wird, am Sonntag wollen rund 160 Helfer in den 18 Wahllokalen und zwei Briefwahlbezirken wieder für einen reibungslosen Ablauf und eine schnelle Auszählung der Stimmen sorgen. Huttner geht davon aus, dass spätestens gegen 18.30 Uhr das Wahlergebnis steht. Die Bürger können ab 17.30 Uhr wieder in der Stadthalle mit den Kandidaten mitfiebern, wenn dort über Großleinwand die Zahlen angezeigt werden.

Briefwahlunterlagen können noch heute von 8.30 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr im Zimmer 1 des Rathauses beantragt werden. Am Samstag von 10 bis 12 Uhr und am Sonntag von 8 bis 15 Uhr gibt es dort dann nur noch einen Notdienst für dringliche Fälle: Infos unter Telefon: (07161)804-151.


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Autor: REINHARD KRÖTZ | 12.03.2010

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