Sand gegen die Rutschgefahr

Eislingen.  Bei Nässe droht auf Eislinger Baumscheiben aus Stahl eine erhöhte Rutschgefahr. Jetzt sollen die Gitter mit neuem Belag griffiger gemacht werden.

An einigen Stellen ist es auf Eislinger Gehwegen so eng, dass kein Weg an den stählernen Gittern vorbei führt, welche das Pflanzbeet von Bäumen abdecken. Bei Trockenheit stellen die Baumscheiben kein Problem dar, bei Nässe oder wenn feuchtes Laub auf dem Stahl liegt, wird der Untergrund tückisch, es besteht Rutschgefahr (wir haben berichtet). Selbst Bürgermeister Günther Frank und Stadträte haben nach eigenen Aussagen dort schon das Gleichgewicht verloren. Da, wo genügend Platz ist, könne man drumherum laufen, das sei aber nicht überall der Fall, sagte Frank im Ausschuss für Umwelt und Technik, die Stadt müsse ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.

Das Bauamt hatte vorgeschlagen, probeweise drei Stahlbaumscheiben mit Sandstrahl zu behandeln und dann mit einer Farbe mit Sandeinstreuung zu bestreichen. Mit der Beschichtung hatte es die Stadt schon einmal versucht, damals aber auf die Entrostung mit Sandstrahl verzichtet. Deshalb hielt der Aufstrich nicht lange. Das Eislinger Tiefbauamt erwartet eine wesentlich längere Haltbarkeit durch die andere Technik. Deshalb solle das Verfahren an drei Stellen zu Gesamtkosten von 870 Euro ausprobiert werden.

Auch die Eislinger Bürgervertreter sehen Handlungsbedarf, wollten aber das Rutschproblem großzügiger anpacken, zumal die Kosten nicht hoch seien. 30 solcher metallener Baumscheiben sind nach Auskunft des Baudezernenten Thomas Schuster verlegt. Die Ausschussmitglieder folgten dem Vorschlag von Manfred Strohm (CDU), die Hälfte davon, also 15, zu behandeln. Das Tiefbauamt solle sich zuerst die Abdeckungen an besonders gefährlichen Stellen vornehmen.


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Autor: DANIEL GRUPP | 21.05.2010

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