Nun sprudeln Spenden

Böhmenkirch.  Die "Aktion Loipe" hinterlässt endlich auch Spuren in den Kassen der Kommunen. Der Aufruf an Langläufer, mit Spenden das Spuren der Loipen auf der Alb zu unterstützen, hat diesen Winter 5700 Euro eingebracht.

Vor vier Jahren haben die Fremdenverkehrsgemeinschaften "Hornberg-Albuch-Lautertal" und "Sagenhafter Albuch" die "Aktion Loipe" ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Ihre Hilfe hinterlässt Spuren" riefen acht Kommunen auf dem Albuch mit Prospekten und Anzeigen Langläufer dazu auf, die Gemeinden mit freiwilligen Spenden beim Spuren des rund 80 Kilometer langen Loipennetzes zwischen Donzdorf, Bartholomä und Steinheim zu unterstützen.

Zunächst ohne zählbaren Erfolg - doch daran war vor allem das Wetter schuld: In den milden Wintern 2006/07 und 2007/08 fiel kaum Schnee, somit gabs auch nichts zu spuren.

2008/09 kam dann zwar endlich die erhoffte weiße Pracht, die Spenden blieben aber weiter aus. "Wir waren mit unseren Flyern einfach zu weit weg", konstatiert Thomas Kuhn, Bürgermeister von Bartholomä und Vorsitzender der Touristikgemeinschaft "Sagenhafter Albuch". Im November entschied man sich daher, mit den bislang nur in Banken, Gastronomie und Rathäusern ausliegenden Prospekten direkt an die Loipen zu gehen. Rechtzeitig vor dem ersten Schnee wurden an 15 Einstiegen ins Loipennetz Info-Stationen aufgestellt.

Hier waren die in Plastikbehältern witterungsgeschützt untergebrachten Flyer mit ihren angehängten Überweisungsformularen endlich an der richtigen Adresse: In den vergangenen drei Monaten sind auf den Konten der beiden Touristik-Verbände jedenfalls 5700 Euro eingegangen. Dabei liegen die einzelnen Beträge meist zwischen 10 und 15 Euro.

Böhmenkirchs Bürgermeister Jürgen Lenz, Vorsitzender des Fremdenverkehrsverbandes Hornberg-Albuch-Lautertal, geht davon aus, dass die 2200 Euro, die auf dem Konto seines Verbands gelandet sind, die Hälfte der Kosten für Personal, Benzin und Reparaturen decken. Aber nicht nur deshalb ist Lenz zufrieden. Auf den Überweisungsträgern vermerkte Kommentare wie "Danke für die gute Loipe" zeigten, "dass die Aktion bei den Leuten gut ankommt".

Auch Kollege Thomas Kuhn freut, dass die Langläufer es honorieren, "vor der Haustüre Gesundheitssport treiben zu können". Und das auch noch in solcher Dimension: Ein Loipennetz von 80 Kilometern Länge zu unterhalten, sei nicht alltäglich - "und in Zeiten knapper Kassen gewiss keine Pflichtaufgabe der Kommunen", meint Kuhn. Dass sich die Langläufer trotzdem jeden Winter in einem fast grenzenlosen Langlaufparadies tummeln können wird, ist für den Bürgermeister aus Bartholomä nicht zuletzt ein Resultat der guten Zusammenarbeit der Gemeinden, die "hier oben unbürokratisch selbst über Landkreisgrenzen hinweg funktioniert".

Info

Dem Fremdenverkehrsverband

"Hornberg-Albuch-Lautertal" gehören die Kommunen Donzdorf, Böhmenkirch und Lauterstein an. Im Touristikverband "Sagenhafter Albuch" haben sich Bartholomä, Essingen, Heubach, Steinheim und Schwäbisch Gmünd zusammengeschlossen.


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Autor: THOMAS HEHN | 22.03.2010

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