Niemanden zurücklassen

Geislingen.  Die Landesregierung will 2012 zum Jahr der Integration machen. Integrationsministerin Bilkay Öney sprach beim Empfang der Geislinger SPD.

Traditionell ist der Beginn eines neuen Jahres Anlass, auf das vergangene zurückzublicken und Vorsätze für das neue zu formulieren: so auch beim Neujahrsempfang der Geislinger SPD-Ortsgruppe im Foyer der Jahnhalle. Im Mittelpunkt der Betrachtungen von Geislingens Oberbürgermeister Wolfgang Amann, Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) und dem SPD-Landtagsabgeordneten Sascha Binder standen der grün-rote Regierungswechsel im Land und die Bildungs- und Integrationspolitik.

Mit Blick auf das Jahr 2012 stellte Binder den bildungspolitischen Umbruch in den Vordergrund. So solle die Einführung der Gesamtschule weiter vorangetrieben werden. Zur Zeit interessierten sich zwölf Schulen aus dem Wahlkreis für diese neue Schulform.

OB Amann blickte darauf zurück, was sich in Geislingen im vergangenen Jahr im Bereich Integration getan hat. "Wir sind schon auf einem guten Weg". Als besonders positiv bewertete Amann die vom Integrationsrat organisierte Veranstaltungsreihe "Angekommen? Vom Gastarbeiter zum Bürger"und die Teilnahme der Stadt am Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken".

Integrationsministerin Bilkay Öney betonte in ihrer Rede, dass Wirtschafts-, Integrations- und Bildungspolitik im Land unmöglich voneinander zu trennen seien. "Wir befinden uns im Umbruch von einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft zu einer Wissensgesellschaft", führte die Ministerin aus. Angesichts eines drohenden Fachkräftemangels müsse es zu einem Bildungsaufbruch im Land kommen.

"Niemand darf zurückgelassen werden", forderte Bilkay Öney. "Wir brauchen Chancengerechtigkeit in der Bildungspolitik und müssen alle Potenziale der Bürger ausschöpfen." Dies gebiete schon allein die volkswirtschaftliche Vernunft. Unter anderem mit einer besseren Unterrichtsversorgung an den Schulen, dem Ausbau von Ganztagsschulen und der Einführung von Gesamtschulen und der Abschaffung der Grundschulempfehlung wolle die Landesregierung zu dieser Chancengleichheit beitragen.


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Autor: STEFANIE SCHMIDT | 10.01.2012

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