Nahtlosen Übergang gefordert
Geislingen. In ihrer vorläufig letzten Sitzung haben die Geislinger "Klinikretter" mit großem Bedauern das Aus der Geburtshilfe zur Kenntnis genommen.
"Diese niederschmetternde Ergebnis hat sich ja leider seit längerem abgezeichnet", meinte Klaus Straub, der sich als Organisator der Geislinger Montagsdemonstrationen für den Erhalt der Geburtshilfeabteilung an der Helfenstein-Klinik eingesetzt hatte. Vergebens.
Auch zuletzt sei bei der außerordentlichen Kreistagssitzung bei den Kreisräten kein Ansatz zu erkennen gewesen, eine andere Meinung als die von Landrat Wolff zu vertreten, bedauert Straub. Frustrierend sei es überdies, dass ausschließlich von der Helfenstein-Klinik der Abbau von Doppelstrukturen verlangt werde, gleichzeitig schaffe der Klinik-Geschäftsführer mit einem "Palliativ-Stützpunkt" an der Klinik am Eichert neue Doppelstrukturen zur bestehenden Palliativstation in Geislingen. "Das ist alles andere als eine vertrauensbildende Maßnahme", sagte Straub in der Sitzung der "Klinikretter". Trotz aller anderslautenden Beteuerungen der Klinikleitung sehen die Klinikretter dunkle Wolken für die gesamte Helfenstein-Klinik heraufziehen, wenn in Geislingen nicht mehr geboren sondern im äußersten Fall nur noch gestorben wird. Eine wichtige Werbesäule und das Aushängeschild für die Klinik breche weg.
Als winzigen Hoffnungsschimmer bezeichnet es Straub, dass vielleicht doch noch ein hebammengeführter Kreißsaal in Geislingen realisiert wird. Die Klinikretter befürworten das - mangels Alternative -, sofern den Gebärenden bei Bedarf ärztliche Hilfe der Gynäkologie zugesichert wird. Wichtig ist den Klinikrettern, dass der jetzige Geburtshilfebetrieb so verlängert wird, dass ein nahtloser Übergang zum Hebammenkreißsaal möglich ist. An den Konditionen und der Nachhaltigkeit, mit der Professor Martin jetzt Hebammen sucht, werde sich zeigen, ob der Vorschlag ernst gemeint ist.
Die Klinikretter dankten Oberbürgermeister Amann "für seinen wackeren Kampf". "Sollte das hebammengeführten Geburtshaus Wirklichkeit werden, war der Einsatz der Klinikretter und der Demonstranten wenigstens nicht ganz umsonst", resümiert Straub. Er freut sich zudem über das nun stärkere Zusammengehörigkeitsgefühl im Raum Geislingen. " pm
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Autor: SWP | 04.04.2011
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