Möglichst viele Gruppen einbinden

Eislingen.  Der neue Vorsitzende des Eislinger Stadtseniorenrates, Horst Steiner, möchte nicht nur Lobbyarbeit für die Älteren betreiben. Er möchte möglichst viele Gruppierungen und Institutionen in die Arbeit einbinden.

Seit dem 20. Januar ist Horst Steiner Vorsitzender des Eislinger Stadtseniorenrates. Obgleich der Schwerpunkt der Vereinstätigkeit auch weiterhin auf der Verbesserung der Lebensverhältnisse für die älteren Mitbürger der Stadt liegen wird, möchte er keinesfalls nur Lobbyarbeit für Senioren betreiben. Die Einbindung zahlreicher Gruppierungen und Institutionen sowie die Übernahme von Verantwortung für alle Bevölkerungsgruppen in der Stadt sind ihm ein Anliegen.

Nur knapp ein Jahr nach seiner Pensionierung hat sich der frühere Erste Beigeordnete der Stadt dafür entschieden, auch den Ruhestand so zu gestalten, wie er es die Jahre zuvor getan hat: als aktives Mitglied der Gesellschaft. Nachdem die Renovierungsarbeiten des Eigenheims abgeschlossen waren, gab Horst Steiner dem monatelangen Werben des Stadtseniorenrates nach. Der allseits beliebte neue Vorsitzende sieht das neue Amt auch als Möglichkeit an, der Stadt etwas davon zurückzugeben, was er in seiner Eislinger Amtszeit erfahren hat. Wiederholt hatte Steiner die 20 Jahre als Eislinger Finanzdezernent als die schönsten seines Berufslebens bezeichnet. Ganz bewusst möchte er in Anlehnung an ein Lied von Udo Jürgens mit 66 Jahren nun auch einen neuen Lebensabschnitt beginnen.

Dabei kann er auf einen aktiven und eingespielten Vorstand bauen, mit dem er den 270 Mitglieder zählenden Verein auch in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte.

Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten, den Schulen, den Kirchen, der VHS sowie der Stadtverwaltung möchte Horst Steiner in Zukunft intensivieren. Als Beispiel nennt er den "Begleitdienst" des Diakonie- und Krankenpflegevereins der Christuskirche. Er möchte dafür werben, diesen auf eine breitere Basis zu stellen. "Ideal wäre es, wenn sich alle Eislinger Kirchengemeinden und auch der Stadtseniorenrat beteiligen würden.

Überhaupt ist ihm die Einbindung vieler verschiedener Gruppen wichtig. Der Stadtseniorenrat dürfe nicht um sich selbst kreisen, betont "Keine Lobbyarbeit nur für Ältere möchte Steiner machen. Vielmehr sieht er die Gesamtverantwortung für die Stadt, und damit insbesondere auch für die Belange der Jugend. "Immer auch andere miteinzubeziehen, ist ihm sehr wichtig.

Gelegenheiten dafür gibt es zahlreiche. Das Jahres-Programm des Seniorenrates ist äußerst abwechslungsreich. Neben den regelmäßigen Stammtischen und Vorstandssitzungen werden sowohl Informations- als auch Unterhaltungs- sowie anspruchsvolle Kulturveranstaltungen geboten.

Weitere Projekte in diesem Jahr sind eine Kooperation mit der Silcherschule für deren "Aktion Ehrensache" sowie mit dem Stadtarchiv. Die Zusammenarbeit mit dem Eislinger Stadtarchiv soll im Idealfall zur Dauereinrichtung werden, um Geschichten und Erlebnisse als Zeitzeugenberichte der älteren Generation zu dokumentieren und somit für die Nachwelt zu erhalten.


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Autor: AXEL RAISCH | 09.02.2010

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