Mit Gospels erzählen

Lauterstein.  Der Lebensweg Jesu steht im Mittelpunkt eines Konzerts zum 20-jährigen Bestehen des Lautersteiner Gospelchors "Chorisma".

Zwei Mitglieder von Chorisma haben die Geschichte zum Konzert geschrieben, die mit Gospels umgesetzt wird. "Der Ausgangspunkt ist: Mit einem Gospelchor kann man so viel mehr machen, musikalische Geschichten erzählen." Mit diesen Worten beschreibt Chorleiterin Elke Lang die Bandbreite des Lautersteiner Gospelchors, der heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert.

Bereits in der Vergangenheit bewiesen die gospelbegeisterten Sänger mit Aufführungen wie "Passion", dass sie sich durchaus auch an die szenische Interpretation ihrer Lieder wagen und sich damit von anderen Gospelkonzerten unterscheiden.

Die Idee hinter dem neuen Programm "Beyond Doubt - Wer(s) glaubt wird selig" war, Jesus Leben und Wirken musikalisch zu beschreiben. Die Suche nach einem passenden Stück erwies sich als äußerst schwierig, was die beiden Chormitglieder Elisabeth und Uwe Franke auf den Plan rief.

"Wir möchten nicht die alten Geschichten neu erzählen, betont Elisabeth Franke. Vielmehr gehe es darum, Dimensionen für unseren heutigen Glauben zu zeigen.

"Das Stück erhebt keinen moralischen Zeigefinger, ergänzt Ehemann Uwe. Das Gospel-Musical sei kein religiöses Singspiel im üblichen Sinne, sondern beschreibe, wie beispielsweise das Ereignis des Passah-Festes heute kommentiert würde. Ihre Intention sei gewesen, eine Geschichte zu schreiben, in die vorhandene Gospels eingewoben werden. "Wie heute spielten auch damals die politischen Verhältnisse eine große Rolle - wer hat welche Strippen gezogen und wie heute sind Seilschaften und politische Verwicklungen für vieles verantwortlich", macht Uwe Franke deutlich.

"Vor allem möchten wir keine Konzerte singen, die austauschbar sind, sondern die Botschaft transportieren, die uns wichtig ist, sagt Chorleiterin Elke Lang mit dem Hinweis auf die spirituelle Ebene. Damit diese Einzigartigkeit in der Darbietung gelingt, trainieren die Sänger in Workshops, um eine dunkle Färbung in die Stimme zu bekommen. Sie singen Traditionals mit einer ebensolchen Selbstverständlichkeit wie moderne, poppige oder besinnliche Arrangements.

Als weitere bewährte Größe beschreibt Lang die Band, die dem Chor durch ihre Professionalität und klare Vorgaben ein sicheres Gefühl, einen Rückhalt gibt.

Info

Konzerttermine:

20. März: katholische Kirche St. Martinus, Nenningen, 20 Uhr

21. März: katholische Kirche St. Martinus, Nenningen, 19 Uhr

27. März: katholische Kirche St. Thilo, Heiningen, 20 Uhr


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Autor: MONIKA ULDRIAN | 19.03.2010

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