"Meer der Gefahren" im Visier

Donzdorf.  Wer unseren Mond, die Planeten Mars und Saturn durch ein großes Fernrohr beobachten möchte, der sollte sich am Samstag zur Messelbergsternwarte begeben. Die Sternfreunde bieten auch einen Mars-Vortrag.

Fünf Tage nach Neumond unseren Mond durch ein großes Fernrohr zu beobachten, diese Möglichkeit bietet die Messelbergsternwarte Besuchern an. Dabei können neben dem Meer der Gefahren und dem Meer der Fruchtbarkeit auch Krater und Gebirge auf unserem Erdtrabanten gesehen werden. Der Krater Atlas, der einen Durchmesser von 87 Kilometer besitzt, wird an diesem Abend ein besonders auffallendes Objekt auf unserem Mond sein. Neben Atlas befindet sich der Krater Hercules. In den Fernrohren der Messelbergsternwarte ist zu erkennen, dass Hercules mit Lava gefüllt ist.

Neben unserem Mond sind auch die Planeten Mars und Saturn am Abendhimmel vertreten. Auf der Marsnordhalbkugel begann vor drei Monaten der Frühling. Die im Fernrohr sichtbare nördliche Polarkappe wird deshalb immer kleiner. Jahreszeiten dauern auf dem Mars etwa doppelt so lange wie auf unserer Erde.

Die imposanten Ringe des Planeten Saturn und einige seiner mindestens 63 Monde können am Samstag auch beobachtet werden. Vor allem Titan, der größte Saturnmond, sticht dabei gleich ins Auge. Wie unsere Erde besitzt Titan eine dichte Atmosphäre, deren Hauptbestandteil Stickstoff ist. Ferner können während des Beobachtungsabends auch Sternhaufen, Galaxien sowie der Orionnebel durch die Fernrohre betrachtet werden.

Neben der direkten Beobachtung durch die Fernrohre bietet die Messelbergsternwarte auch einen Vortrag über den Planeten Mars an. Dieser Himmelskörper übte auf die Menschen schon immer eine große Faszination aus. Von allen Planeten unseres Sonnensystems ist er der Erde am ähnlichsten. Er besitzt auch die höchsten Berge und die gigantischsten Schluchten. Zahlreiche ausgetrocknete Flusstäler durchziehen seine Oberfläche.

Die Messelbergsternwarte zeigt Aufnahmen von den bisherigen Landungen auf der Marsoberfläche. Neben vier Raumsonden landeten auch drei Rover erfolgreich auf unserem äußeren Nachbarplaneten. Diese legten bisher insgesamt 30 Kilometer auf dem Mars zurück. Bilder von diesen Ausfahrten werden auch präsentiert. Außerdem ist die Simulation eines Fluges durch den Canyon Valles Marineris zu sehen. Dieser Canyon ist 4000 Kilometer lang, 700 Kilometer breit und bis zu sieben Kilometer tief. Über seine Entstehung rätseln die Astronomen.

Info

Der Beobachtungsabend der Sternfreunde Donzdorf findet bei jedem Wetter am kommenden Samstag, 20. März, um 20 Uhr statt (Einlass ab 19.45 Uhr). Die Messelbergsternwarte liegt am Ortsausgang von Donzdorf in Richtung Schnittlingen.


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Autor: REINER HARTMANN | 19.03.2010

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