Jetzt droht Abbau von 30 Stellen

Eislingen.  Die Beschäftigten der Eislinger Hinterkopf GmbH sehen sich mit einer Entlassungsankündigung konfrontiert. Die Geschäftsführung hat einen Personalabbau um etwa 30 Personen angedroht.

Erst sollte es ans Weihnachtsgeld gehen, jetzt geht es an die Arbeitsplätze. Alexander Hinterkopf, Geschäftsführer der Eislinger Hinterkopf GmbH, kündigte in einer Betriebsversammlung in der vorigen Woche an, dass die Firma plane, Bereiche auszulagern. Außerdem habe Hinterkopf einen Personalabbau, von dem etwa 30 Personen betroffen wären, angekündigt. berichtet IG-Metall-Sekretär Michael Kocken. Zu den Plänen war gestern aus der Firmenspitze keine Stellungnahme zu erhalten. Alexander Hinterkopf befinde sich im Ausland, um mit Kunden Gespräche zu führen, ist aus der Verwaltung lediglich zu hören.

Betriebsratschef Günter Grupp bestätigte aber, dass etwa 30 Mitarbeitern die Entlassung droht, falls Hinterkopf seine Pläne umsetzt. Der Geschäftsführer habe aber versichert, dass es sich bei dem Personalabbau nicht um eine Fortsetzung des Konfliktes ums Weihnachtsgeld handelt, etwa nach dem Motto "wenn ihr nicht aufs Geld verzichtet, muss ich Leute entlassen". Die Weihnachtsgeldfrage ist aus Sicht von Günter Grupp nämlich gelöst. Er will sich über Details aber nicht weiter äußern.

Jetzt geht es dem Betriebsratsvorsitzenden darum, mit der Firmenspitze über die drohende Auslagerung und den Personalabbau zu verhandeln. Er hofft, dass es gelingt, Gewerkschaft IG Metall und Arbeitgeber wieder an einen Tisch zu bringen. "Wir wollen so viel wie möglich Arbeitsplätze behalten."

Laut IG Metall habe Hinterkopf in der Betriebsversammlung erklärt, der Personalabbau sei eine längst beschlossene Sache. Überall in den Betrieben gelinge es, in den Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Betriebsräten vernünftige Regelungen zu finden. Es gehe hier um die soziale Verantwortung für die Menschen und deren Familien, fordert die Gewerkschaft zur Gesprächsbereitschaft auf.

Kocken erinnert an den neuen Tarifvertrag zwischen IG Metall und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall, der die Beschäftigung sichern soll. Die Eislinger Firma, die Maschinen zur Herstellung von Tuben und Dosen sowie zu deren Gestaltung produziert, unterliegt seit etwa fünf Jahren nicht mehr der Tarifbindung. Bei Hinterkopf sind etwa 200 Personen beschäftigt.


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Autor: DANIEL GRUPP | 09.03.2010

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