Haushalte zahlen ab 2012 mehr für Wasser

Ottenbach.  Der Ottenbacher Gemeinderat hat sich mit der Jahresrechnung 2010 beschäftigt. Die Finanzlage war minimal besser als geplant.

"Insgesamt etwas besser als geplant, aber kein Grund zur Euphorie", begann Gemeindepfleger Achim Vogt seine Erläuterungen und hob auf die Zuführungsrate ab, die negativ geblieben ist.

Statt einem Geldfluss vom Verwaltungshaushalt Richtung Vermögenshaushalt musste letzterer um 52 000 Euro angeknapst werden - gerechnet hatte man allerdings mit 119 000 Euro. Insgesamt hatte der Haushalt ein Volumen von 5,4 Millionen Euro. Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt beliefen sich statt der geplanten 4,2 Millionen auf 4,4 Millionen Euro.

Der Hauptgrund für die leichte Verbesserung bei der negativen Zuführungsrate ist zum einen der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, der mit knapp vier Millionen Euro um 93 000 Euro höher ausfiel als gedacht. Zum andern gab es mehr Schlüsselzuweisungen vom Land; sie erhöhten sich um 61 000 Euro auf 600 000 Euro.

Während die Einnahmen aus der Grundsteuer (290 000 Euro) und aus Gewerbesteuer (280 000 Euro) den Erwartungen entsprachen, brachten die Gebühren mit 460 000 Euro 21 000 Euro weniger als erhofft. Zu diesem Fehlbetrag trug vor allem der Friedhof bei. Zuzuschreiben sei dies vor allem den Urnengräber und Stelen, die immer mehr das herkömmliche Grab verdrängen, wusste Vogt. Doch auch bei der Wasserversorgung ist Ottenbach ins Minus gerutscht: dem geringeren Wasserverbrauch stehen höhere Ausgaben für den Wassereinkauf gegenüber. Die Folgen werden die Ottenbacher 2010 zu spüren bekommen: "Um eine Erhöhung des Wasserzinses kommen wir 2012 nicht herum", erklärte der Gemeindepfleger.

Der Vermögenshaushalt hat trotz der Überweisung an den Verwaltungshaushalt 2010 seine Hauptaufgabe erfüllt: das Minus über 460 000 Euro aus dem Vorjahr, für das die unerwartet zügig verlaufende Erweiterung der Halle im Buchs gesorgt hatte, konnte ausgeglichen werden. Weitere hohe Ausgaben verursachten weitere Arbeiten an der Halle (156 000 Euro), Grunderwerb (107 000 Euro) und die Tilgung von Krediten. Auf der Habenseite hingegen landeten Einnahmen aus Grundstücksverkäufen (376 000 Euro) und verschiedene Zuschüsse (250 000 Euro) - und auch ein Kredit über 413 000 Euro schlug positiv zu Buche.


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Autor: URSULA BÖTTCHER | 05.10.2011

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