Geleitschutz ins Klassenzimmer

Donzdorf.  Mütter begleiten in Donzdorf Schüler in den Unterricht und wieder nach Hause. Die Eltern haben den Lotsendienst eingerichtet, weil durch eine Umleitung mehr Verkehr auf der Strecke entlang fließt.

Die Sperrung der Weißensteiner Steige aufgrund Sanierungs- und Hangarbeiten für voraussichtlich sechs Monate, macht die Messelbergsteige in Donzdorf zu einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße. Die Straße führt unter anderem an der Steingarten-Grundschule vorbei. Hier befinden sich auch zwei Zebrastreifen, die Kinder auf ihrem Schulweg benutzen.

"Zu unserer Fürsorgepflicht zählt, dass die Kinder sicher in die Schule und auch wieder nach Hause kommen", betont Gertrud Lang, die Rektorin der Steingarten-Grundschule. Besorgt um die Sicherheit von Kindern hatte sich der Elternbeirat und die Schulleitung an die Stadt gewandt. Zusammen mit dem städtischen Ordnungsamt wurde daraufhin ein Schülerlotsendienst initiiert.

Die Verantwortlichen sehen vor allem den Zebrastreifen an der Biegung Schlossstraße und Messelbergsteige als kritisch an. 30 Elternteile sind dem Aufruf der Schule gefolgt und stehen nun als freiwillige Schülerlotsen zur Verfügung. Eine entsprechende Einweisung durch die Verkehrsprävention der Polizeidirektion Göppingen ging voraus. So wurde den Eltern von Polizeihauptkommissar Roland Schmid vermittelt: "Lassen Sie sechs bis acht Kinder zusammenkommen. Warten Sie mit einem ausreichenden Abstand zur Fahrbahn. Nehmen Sie dann Blickkontakt zum Autofahrer auf, treten Sie an den Fahrbahnrand mit angehobener Kelle und lassen Sie die Kinder hinter sich über die Straße gehen."

Vor allem zwischen 7.30 und 7.45 Uhr sowie zwischen 12 und 12.30 Uhr ist der Verkehr am stärksten, weiß Eduard Gromer vom Ordnungsamt. Deshalb kommen gerade zum Unterrichtsbeginn am Morgen und zum Unterrichtsende am Mittag die Schülerlotsen an den Zebrastreifen zum Einsatz. Mit Warnjacke und Kelle ausgestattet, helfen sie den Schulkindern über die Zebrastreifen.

Die Eltern sind als Verkehrshelfer über die gesetzliche Unfallversicherung des Landes sowie über die Landesverkehrswacht unfall- und haftpflichtversichert. Hauptkommissar Roland Schmid und Kommissar Bernd Steinwand sind in der ersten Zeit ebenfalls vor Ort und greifen ein, wenn etwas nicht klappen sollte. "Anlaufschwierigkeiten gibt es immer", erklärt Schmid. Zudem würden sich die Autofahrer schnell an die Präsenz der Schülerlotsen gewöhnen, so seine Erfahrung.


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Autor: BEATE SCHNABL | 08.02.2012

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