Einjährige werden in Gruppen integriert

Lauterstein.  In einem Zwischenbericht erläuterte Lautersteins Bürgermeister Michael Lenz dem Gemeinderat die Kindergartenbedarfsplanung für die nächsten Jahre.

Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, wie die Stadt mit dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz umzugehen habe, der ab August 2013 für alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr besteht. Ein erstes Vorgespräch mit den Kindergartenleiterinnen sowie mit Vertretern der katholischen Kirche, sagte der Rathauschef, habe es im Februar bereits gegeben, gefolgt von einer Beratung im gemeinsamen Kindergartenausschuss in diesem Monat. Man sei zu dem Ergebnis gekommen, dass sich die Ausbauplanung für die Kindergärten in Nenningen und Weißenstein an dem vorhandenen Bedarf orientiere, Rückmeldungen der Eltern hätten bestätigt, dass die Angebote "genau passen" würden. Auch baulich sei man "gut aufgestellt", es stelle sich aber die Frage, wie man die einjährigen Kinder integrieren könne.

In einer Expertise war die Fachberaterin beim Landesverband katholischer Kindertagesstätten, Ursula Vaas-Hochradl, zu dem Schluss gekommen, dass im Nenninger Kindergarten St. Josef die vorhandenen Plätze nicht ausreichen, um den ab 2013 bestehenden Rechtsanspruch umzusetzen. Sie empfahl daher, ab September 2011 die bestehende Kleingruppe in eine Krippengruppe umzuwandeln, da in einer solchen die Kinder unter drei Jahren nicht doppelt gezählt würden. Etwas anders stellt sich die Lage im Weißensteiner Kindergarten St. Maria dar. Hier empfiehlt die Fachberaterin die Umwandlung der altersgemischten Ganztagesgruppe, die für Kinder ab zwei Jahren offen ist, in eine Gruppe mit der Altersmischung von einem bis zehn Jahren. Davon ausgehend, dass die Geburtenzahlen in Weißenstein nicht gravierend ansteigen, könne so der Rechtsanspruch für die Kinder ab dem ersten Lebensjahr gewährleistet werden.

Allerdings, erläuterte Lenz das Ergebnis einer Bedarfsabfrage bei den Eltern, sei eine Betreuung ab dem ersten Jahr "nicht das große Thema". Man stehe also gut da, müsse sich aber an dem Rechtsanspruch orientieren. Konkrete Zahlen über die auf die Stadt zukommenden Kosten will er dem Gemeinderat noch vor der Sommerpause vorlegen. Und wenn es im Krippenbereich tatsächlich nur einen geringen Betreuungsbedarf gebe, sei auch eine Zusammenarbeit mit dem Tagesmütterverein vorstellbar.


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Autor: DIERK BÖTTCHER | 20.03.2010

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