Einheitliche Höhe für Lärmschutz
Salach. Im Jahr 2011 soll sie endlich gebaut werden: die Lärmschutzwand im Bereich des Salacher Bahnhofes. Der Gemeinderat sprach sich jetzt bereits für eine einheitliche Höhe von drei Metern aus.
Bisher hatte der Bund nur die Kosten von bis maximal zwei Meter hohen Lärmschutzwänden entlang der Bahnstrecke übernommen. Doch nach den neuesten Richtlinien des Lärmsanierungsprogramms können Lärmschutzwände bis zu drei Meter hoch gebaut werden.
Im Jahr 2011 sollen im Zuge der Bahnhofsanierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn AG die Bahnsteige im Bahnhof Salach auf 76 Zentimeter angehoben werden. Die Oberkante dient dann als Bezugspunkt für die Höhe der Lärmschutzwände. Außerhalb der Bahnsteige wird von der Schienenoberkante aus gemessen. Was zur Folge hätte, dass die künftigen nördlichen und südlichen Schutzwände entlang der Salacher Bahnstation ein unterschiedliches Höhenprofil aufweisen würden, wie jetzt in der Sitzung des Salacher Gemeinderats Fred Eisele von der Bauverwaltung der Gemeinde verdeutlichte. Das Profil bekäme einen Höhenversatz von rund einem Meter. Betroffen wäre auf der Nordseite der Bahnlinie ein Abschnitt von rund 28 Metern Länge zwischen dem künftigen Bahnsteigbeginn beziehungsweise -ende und der vorhandenen Schutzwand zur Kaffeegasse. Südlich wäre ein rund 83 Meter langes Segment zwischen Bahnsteig und westlichem Ende der Lärmschutzwand auf Höhe des Wasserbeckens im Papierfabrikgelände, sowie das Stück zwischen Bahnsteigende und Schachenmayr-Areal davon tangiert.
"Es gäbe nichts, was gegen eine einheitliche Höhe von drei Metern spräche", erklärte der stellvertretende Fachbereichsleiter Eisele. Im Gegenteil: Die Erhöhung reduziere den Lärmpegel um ein Weiteres.
Salachs Gemeinderäte sahen es genau so und stimmten geschlossen einer einheitlichen Höhenanpassung auf drei Meter zu. Bis zur endgültigen Bauausführung soll nun noch geklärt werden, ob im Bereich der Bahnüberführung die Wand mit transparenten Elementen bestückt werden kann.
Die Schutzbarriere freilich weist nach derzeitigem Stand der Dinge eine Lücke auf. Grundsätzlich trägt der Bund die Baukosten - nicht aber auf dem Stück zwischen Bahnhofsgebäude und angrenzendem Lebensmittelmarkt. Die knapp 40 Meter sind nicht förderfähig, und die Kommune müsste für die Erstellungskosten selber aufkommen. "Eine Lücke zu lassen würde in Salach niemand verstehen", erklärte Dieter Merath (CDU). Die Kosten werden nun ermittelt.
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Autor: HANS STEINHERR | 11.03.2010
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Auch die Lärmschutz-Lücke zwischen Bahnhof und Lebensmittelmarkt soll geschlossen werden: Das müsste aber die Gemeinde bezahlen. Foto: Hans Steinherr
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