Das Risiko hat sich gelohnt

Geislingen.  Melodien aus Oper und Operette erklingen, wenn das Kammerorchester Russ am 18. April zum 15. Mal zu einem Konzert in die Jahnhalle einlädt.

Wer nichts wagt, der nicht gewinnt: Die Mitglieder des Kammerorchesters Russ aus Geislingen gingen ein großes Risiko ein, als sie 1994 die Geislinger Jahnhalle anmieteten, um dort ein Konzert zu veranstalten. "Mittlerweile hat sich die Veranstaltung fast zu einem Renner entwickelt", berichtet Gisela Roll-Russ, "seit acht Jahren sind die Konzerte ausverkauft." Zusammen mit ihrer Schwester, Erika Mändle, wählt sie die Stücke für das Programm aus. Diese müssen danach für das Orchester arrangiert werden. "Glücklicherweise haben wir ein Orchestermitglied, der das übernimmt", sagt Roll-Russ.

Das Ensemble, das viele Konzerte außerhalb Geislingens gibt und für Großprojekte wie die Stauferfestspiele engagiert wird, ist zum großen Teil von Anfang an zusammen. Mittlerweile spielen einige Kinder mit, deren Eltern zum Ensemble gehören. Die Orchestermitglieder kommen aus allen Richtungen zu den Proben zusammen, aus Stuttgart, Ebersbach, Uhingen, aus Tübingen oder aus Aalen.

"Unser Orchester ist ein echtes Privatunternehmen", erklärt Roll-Russ, "es basiert auf Sympathie." Sie ist dankbar dafür, dass alle mit "wahnsinnig viel Idealismus" dabei sind und selbst eine Durststrecke überstanden haben. Diese entstand, weil die Zahl der Chorkonzerte immer weniger wurde. Gut laufen dafür Aufträge von Kirchenmusikern und Engagements über die Kulturämter verschiedener Städte, wo reine Orchesterwerke gewünscht sind. Darüber hinaus ändern Roll-Russ und Mändle auch immer wieder einmal die Besetzungsart. So gründeten sie jüngst ein Salonensemble aus fünf Musikern, das bereits sehr gut ankomme.

Auf dem Programm des Konzertes am 18. April stehen im ersten Teil klassische Musik und Oper, den zweiten Teil prägt die Operette. Als Solisten sind Willi Stein (Tenor) und Jessica Eckhoff (Sopran) dabei, dazu Gisela Roll-Russ (Violine) und Erika Mändle (Klavier).

Info

Kartenvorverkauf: unter Telefon: (07331) 6 12 43 und 6 08 38 sowie bei der Kreissparkasse am Sternplatz in Geislingen.


zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

Sie können noch Zeichen als Text schreiben
Für registrierte Nutzer
Bitte anmelden, um Ihren Kommentar abzuschicken
Für noch nicht registrierte Nutzer
Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.








Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:


Autor: BETTINA SOMMER | 19.03.2010

Google 1+

Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik

Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr

Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe

Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr

Inferno in der Hechinger Altstadt

Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr

Hechinger Brandruinen qualmen noch

Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr

Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell

Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

Ein Raub der Flammen

So einen Brand wie gestern am frühen Abend haben die Hechinger mitten in der Altstadt schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Der Altbaukomplex an der Ecke Marktstraße/Schlossstraße wurde ein Raub der Flammen. Von vier Drehleitern aus schützten die Feuerwehren die Nachbargebäude.... mehr