Zwerge und Elfen gesucht

Gibt es Zwergen, Elfen oder Feen wirklich? 15 Kinder zwischen vier und acht Jahren wollten es herausfinden und gingen mit Elke Danzer vom Böhmenkircher Tagesmütterverein in den Wald.

|

"Waaald, dürfen wir reinkommen?" 15 Kinder zwischen vier und acht Jahren standen am Freitagnachmittag unweit von Böhmenkirch am Waldrand und stellten lautstark diese Frage. Begleitet wurden sie von der Sozialpädagogin Elke Danzer (Tagesmütterverein Böhmenkirch), Martina Salber von der Böhmenkircher Bibliothek "Im Kronenhof" und ein paar Müttern.

Die Kinder lauschten. Deutlich war Vogelgezwitscher zu hören. "Habt ihr gehört? Der Vogel hat ,Ja gesagt", erklärte Elke Danzer den Kleinen. Die ließen sich das nicht zweimal sagen und eroberten fröhlich das kühle Halbdunkel unter dem dichten Laubschirm.

Nachdem die Erwachsenen mit Teppichen einen gemütlichen Picknickplatz ausgelegt hatten, durfte sich jedes Kind als erstes einen Zauberstein aus einer Tüte aussuchen. Den musste es behalten, wenn es an diesem Nachmittag noch Zwerge, Feen oder Elfen sehen wollte, machte Danzer ihren kleinen Zuhörern klar. Als sie erklärte, dass Feen eher weiter oben fliegen, klärte eines der Kinder die anderen auf: "Aber Baby-Feen fliegen weiter unten."

Man hatte es also sichtlich mit "Fachpersonal" zu tun. Aus diesem Grund forderte die Sozialpädagogin aus der Außenstelle Geislingen des Göppinger Tagesmüttervereins die Minis auf, im Wald nach Baumaterial für "Zwergenhäuser" Ausschau zu halten. Kein Problem: Innerhalb kurzer Zeit kamen Jungs und Mädchen mit Farnblättern, Moos, einer Vogelfeder, Baumrinde, Bucheckern und Stecken zurück. "Prima", lobte Danzer, "dann baut mal damit Häuser für die Zwerge, in denen sie sich wohlfühlen."

Das musste man keinem der Kinder zweimal sagen. Selbst die Kleinsten unter ihnen fanden Höhlen zwischen Baumwurzeln und kleideten diese liebe- und fantasievoll aus mit Moosbettchen, Farndächern und Kaminen aus Stecken. Manche wollten gar nicht aufhören - auch dann nicht, als Elke Danzer einen Batzen Ton hervorzauberte, aus dem die Kinder selbst Zwerge kneten durften. Die meisten von ihnen setzten ihre Zwerge in die gebauten Häuschen, außer Susi und Marlene, die statt einer Zwergenhöhle einen richtigen Palast für Elfen gebastelt hatten.

Nach einer Pause mit Schneckennudeln und Apfelsaft lauschten die Kleinen einer Geschichte, die Martina Salber vorlas. Bevor alle gemeinsam dann die verschiedenen Zwergenbauten bewunderten, verriet Elke Danzer den Kindern noch einen Trick - und zwar wie sie es anstellen mussten, einen echten Zwerg zu sehen. "Ganz einfach: Beugt euch nach unten und schaut durch eure Beine nach hinten - seht ihr was?"

Es dauerte gar nicht lang, bis Lucy rief: "Ich hab einen gesehen!" und schon konnten auch Timea, Mathilda und Leo solch einen Erfolg vermelden.

Da gab es am Abend dem Papa viel zu erzählen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

52-Jähriger tötet Freundin und springt von Autobahnbrücke

Ein kreisender Hubschrauber hat am Mittwochabend im oberen Filstal für Aufsehen gesorgt. Ein 52-Jähriger hatte sich vom Maustobelviadukt in den Tod gestürzt. Zuvor hatte er im Landkreis Ludwigsburg seine Freundin getötet. weiter lesen