Schweizer Felssturz: Zwei Vermisste sind aus Gruibingen

Beim Felssturz im Schweizer Kanton Graubünden sind vor gut einer Woche wohl auch zwei Gruibinger aus dem Kreis Göppingen ums Leben gekommen.

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Arbeiter sind in diesen Tagen im schweizerischen Bondo mit schwerem Gerät im Einsatz. Nach dem gewaltigen Bergsturz im Kanton Graubünden sind die Aufräumarbeiten in vollem Gang. Zwei Gruibinger Wanderer gelten als vermisst.  Foto: 

Von dem Mann und seiner Tochter fehlt seither jeder Spur. Ihr Auto soll immer noch auf dem Parkplatz der Ausgangsstation stehen. Die Kantonspolizei geht davon aus, dass die beiden zu den acht Wanderern gehören, die von den herunter stürzenden Felsmassen  des Berges Piz Cengalo in den Tod gerissen wurden. Bisher ist bekannt, dass es sich um vier Baden-Württemberger und um je zwei Österreicher und Schweizer handeln soll. Hüttenwirte sollen die Wanderer auf die Gefahr eines Bergrutsches aufmerksam gemacht haben.

Wie berichtet, zertrümmerte die Lawine aus vier Millionen Kubikmetern Stein und Geröll alles, was sich ihr in den Weg stellte. Die Wanderer waren im Seitental Val Bondasca unterwegs. Bisher gibt es keine Hinweise auf den Verbleib der mutmaßlich Verschütteten. Die Suche nach den Wanderern ist inzwischen aufgegeben worden.

In Gruibingen hatte es sich bis Donnerstag noch nicht groß herumgesprochen, dass eine Familie aus dem Ort so furchtbar getroffen wurde. Der Familienvater war freilich auch keiner, der vom Vereinsleben oder auch sonst bekannt gewesen wäre. Man hat ihn als unauffällig wahrgenommen, andererseits aber doch als einen, den man vom Sehen kannte. Weil er so viel mit dem Fahrrad unterwegs war. Eigentlich immer, auch wenn’s geschneit hat. Solange er im Winter damit durchkam. Nicht nur im Ort: Der mutmaßlich Verunglückte ist mit dem Rad das ganze Jahr über zu seinem Arbeitsplatz in Göppingen gefahren. Eine knackige Strecke, von Gruibingen ins Filstal und zurück. Seine Kollegen kannten ihn als passionierten Radler. Auch im Betrieb galt er als sehr zurückhaltend, als ruhiger und angenehmer Kollege, hilfsbereit und sachlich. Er war Maschinenbauingenieur. Geschockt waren alle, die in dem größeren Unternehmen erfuhren, dass er und seine Tochter wohl Opfer des Bergrutsches geworden sind. Dass der sportliche Kollege auch die Berge liebte, war weniger bekannt. Das mögen auch in Gruibingen nicht so viele gewusst haben.

Von vier Deutschen, zwei Österreichern und zwei Schweizern fehlt jedes Lebenszeichen, seit sie vor acht Tagen vom Felssturz am 3369 Meter hohen Piz Cengalo überrascht wurden.

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