Zirkus macht Schule

Mit dem Schülerzirkus stemmen die Hieber- und die Filseckschule in Uhingen ein Mammutprojekt. Am Wochenende dürfen die kleinen und großen Artisten dann endlich ihr Können zeigen.

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Allerlei Akrobatisches führen die Hieber- und Filseckschüler am Freitag und Samstag am Spielplatz an der Uhinger Römerstraße auf.  Foto: 

Laut und bunt geht es in diesen Tagen am Spielplatz Ecke Römer- und Mörikestraße in Uhingen zu. Jonglierende, zaubernde und seiltanzende Kinder jeden Alters tummeln sich dort vor einem rot-blau-gestreiften Zirkuszelt - die laute Musik ist nicht zu überhören.

Es ist Projektwoche an der Hieber- und der Filseckschule, die in diesem Jahr höchst akrobatisch ausfällt. Vergangenen Freitag fiel bereits der Startschuss für das schul- und klassenübergreifende Zirkusprojekt. Einige Artisten des Leverkusener Zirkus "ZappZarap" reisten dafür ins Ländle, um die Lehrerinnen und Lehrer der beiden Schulen in die darstellenden Künste einzuführen. Noch am selben Tag präsentierten die Lehrer ihren Schülern klassische Zirkusdisziplinen wie Feuerspiel oder Hula Hoop, aus welchen die Erst- bis Neuntklässler ihre Lieblingsdisziplin wählten. Seit Montag feilen rund 500 Schüler in kunterbunt gemischten Gruppen an ihren zwei- bis dreiminütigen Einlagen, die heute und morgen gegen einen kleinen Obolus auf dem Spielplatz zu bestaunen sind.

Der Konrektorin der Hieberschule, Claudia Leber, zufolge, seien die überfachlichen Qualifikationen, die die Schüler aus dem Projekt mitnehmen, besonders nennenswert. Einzelne wüchsen regelrecht über sich hinaus. So beispielsweise die "Zehner, die die Lehrer in ihrer Trainerrolle unterstützen und Verantwortung für die Kleinen übernehmen", sagt Leber. Sie sieht das außergewöhnliche Projekt als Rückkehr zu einem traditionellen musischen und künstlerischen Profil der Schulen und als Symbol für den Aufbruch der Hieberschule zum neuen Konzept der Gemeinschaftsschule. Es seien zunächst zwar nicht alle Kollegen und Schüler von der Machbarkeit der Zirkusidee überzeugt gewesen, dennoch zahle sich der selbstauferlegte Aufwand schon jetzt aus, ist sich der Schulleiter der Filseckschule, Dominik Feige, sicher: "Vor allem die Förder- und Hauptschüler, die in den üblichen Schulfächern nicht so gut sind, haben hier Erfolgserlebnisse."

Trotz allem sei der Planungs- und finanzielle Aufwand nicht zu unterschätzen, meint Feige: "Ein Projekt dieser Größenordnung ist nicht jedes Jahr stemmbar. Ohne den Förderverein der Hieberschule hätten wir am Ende ein Loch in unserem Etat." Die Ausgaben, die sich auf rund 12 000 Euro belaufen, sollen aber durch den Verkauf von 1300 Karten und selbstgebastelten, -genähten und -gebackenen Holzturnern, Jonglierbällen und Cantuccini einigermaßen gedeckt werden.

Höhepunkt für die Schüler seien die bevorstehenden Aufführungen heute und am morgigen Samstag, bevor es kommende Woche für alle Beteiligten in die verdienten Ferien geht.

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