Zehn neue Klinik-Appartments in einer Woche

Dort wo sich auf dem Eichert bis vor kurzem noch das „Wäldchen“ befand, entstehen derzeit für rund 18 Millionen Euro auf 7000 Quadratmetern fünf Gebäude mit insgesamt 167 neuen Mitarbeiter-Appartements.

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    Christian Budinsky, Projektleiter für den Bau der Personalwohnungen, ist mit dem Baufortschritt sehr zufrieden.  Foto: 
  • Warten auf die nächste Material­ladung per Kran. 2/3
    Warten auf die nächste Material­ladung per Kran. Foto: 
  • Alessandro Foglia ist Projektleiter der Baumaßnahmen. 3/3
    Alessandro Foglia ist Projektleiter der Baumaßnahmen. Foto: 
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Die nur wenige hundert Meter vom bisherigen Standort entfernten Neubauten der Mitarbeiter-Appartements waren im Zuge der Neukonzeption des Gesundheitscampus Göppingen notwendig geworden. Sie sollen aber auch der Bindung qualifizierter Kräfte an die Klinik am Eichert dienen.

„Mit den neuen, modernen Personalwohnungen wird die Klinik als Arbeitgeber noch ein Stück attraktiver“, erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer Wolfgang Schmid. „Insbesondere für unsere Auszubildenden im Pflegebereich und für unsere ­Medizinstudenten im Praktischen Jahr sind die verhältnismäßig günstigen und kliniknahen Wohnungen von besonderer Bedeutung.“

Möglich wird die günstige Kalkulation durch die gewählte Bauweise und den hohen Vorfertigungsgrad. Im Unterschied zur ursprünglich geplanten Realisierung durch einen Investor liegen die Gesamtkosten mit 18 Millionen Euro unter dem damals günstigsten Angebot. Bereits im Jahr 2015 hatte die Kliniken-GmbH einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, bei dem sich das Göppinger Büro Dauner-Rommel-Schalk mit einem Entwurf durchgesetzt hatte, der mit einem Baukastenprinzip eine rationelle und zügige Bauweise und somit günstige Erstellungskosten ermöglicht. Dieses Konzept wird nun durch einen Generalübernehmer – die Firma Ed. Züblin AG, Stuttgart – umgesetzt.

Dass dieser theoretische Ansatz in der Praxis bestens funktioniert, zeigt der Baufortschritt seit dem im April erfolgten Spatenstich. „Ein Geschoss in 14 Tagen“, so rechnet Christian Budinsky, Projektleiter für den Bau des Wohnheims. Derzeit werden täglich zwischen ein und zwei Lkw-Ladungen mit Fertigbauteilen an den vier- und fünfgeschossigen Gebäuden abgeladen und sofort angebracht. Anfang September soll bereits mit dem Einbau der Fenster sowie der Installation der Haustechnik begonnen werden. Durch die sukzessive Fertigstellung der Gebäude und Geschosse könnten die weiteren Arbeiten in enger Taktung nacheinander erfolgen, weist der Projektleiter der Baumaßnahmen, Alessandro Foglia, auf einen weiteren Vorteil hin.

Die Ausbautrupps benötigen für ihr jeweiliges Gewerk im Mittel eine Woche, um einen Abschnitt mit zehn Appartements fertigzustellen. Dann drücken sie dem Folgegewerk „die Klinke in die Hand“ und ziehen in den nächsten Abschnitt. Die Fertigstellung inklusive Außenanlagen ist in einem Jahr vorgesehen, der große Umzug soll nach der Sommerpause 2018 erfolgen.

Alle Appartements verfügen über rund 35 Quadratmeter Wohnfläche und werden von zwei Seiten von Tageslicht durchflutet. Bodengleiche Duschen, Fensterfronten mit Dreifach-Isolierverglasung sowie ein hochwertiger Boden aus Kautschuk sollen für Wohnkomfort sorgen.

Alle Wohnungen haben einen Balkon sowie Küche, Nasszelle, Wohn- und Schlafbereich. Sie werden komplett eingerichtet und möbliert zur Miete angeboten. Jedes Gebäude verfügt über einen eigenen Aufzug. Zentral innerhalb des Gebäudekomplexes befinden sich vier Nebengebäude mit abschließbaren Unterstellmöglichkeiten für 82 Fahrräder, Mülleimer sowie Technikräume; daher seien auch nicht alle fünf Gebäudeteile unterkellert, erklärt Projektleiter Budinsky.

Die Appartements bieten Aussicht ins Grüne Richtung Eichertwald und Jebenhausen. Umgekehrt passt sich das Wohnheim mit seinem Erscheinungsbild in die Umgebung. Die Außenfassade aus Sichtbeton wird durch große Balkone auf der Südseite aufgewertet. Auf der Nordseite wird es einen Laubengang und verglaste Treppenhäuser geben. Das begrünte Flachdach wird so gebaut, dass eine Nachrüstung mit ­Photovoltaikelementen jederzeit möglich ist.

Zukunft Mitte 2023 soll der gesamte Klinikkomplex auf dem Eichert fertig sein. Bevor der Neubau des Klinikgebäudes erfolgen kann, müssen andere Projekte umgesetzt werden. Dort, wo in wenigen Jahren die Klinik stehen soll, befinden sich momentan noch die Kindertagesstätte und die Wohnanlage für Mitarbeiter.

Drei Projekte Im Gegensatz zur Klinik wurden die Arbeiten für die Neubauten Kindertagesstätte, Personalappartements und Parkhaus an Generalübernehmer vergeben. Die abweichende Vorgehensweise beim Neubau der Klinik erklärt der Kaufmännische Geschäftsführer der Alb-Fils-Kliniken GmbH, Wolfgang Schmid: „Bei diesen drei vorzuziehenden Maßnahmen handelt es sich um standardisierte Bauprojekte, so dass wir im Vorfeld exakt unseren jeweiligen Bedarf an die neuen Gebäude definieren konnten. Durch die lange bauliche Realisierung und die Komplexität der Klinik benötigen wir jedoch die Flexibilität auch während der Bauphase auf notwendige Veränderungen reagieren zu können“.

Serie In drei Teilen stellen wir die drei Projekte rund um die neue Klinik am Eichert vor. Es folgen Texte über den Baufortschritt am neuen Parkhaus sowie an der Kindertagesstätte.

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