Woher kommt der Strom für die E-Mobilität?

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Zauberwort für die Elektromobilität: Mit „Sauberle“ wirbt der Verband Raum Bad Boll für den Umstieg.  Foto: 

Eine Reihe von Anregungen bekam der Verband Raum Bad Boll für seine Agenda zur Nachhaltigkeitsregion mit auf den Weg. Der Hattenhofer Altgemeinderat Wolfgang Liebrich erinnerte in der Verbandsversammlung an eine Studie zu Energiepotenzialen für Kommunen rund um Kirchheim, an der sich Hattenhofen beteiligt hatte. Das Fazit sei gewesen, dass man ohne große Anstrengung 80 Prozent des Energiebedarfs regenerativ decken könne. Das ist Jahre her, Liebrich hat nichts mehr davon gehört. Das liege in der Tat in der Schublade, sagt der Verbandsvorsitzende und Hattenhofer Bürgermeister Jochen Reutter, und versprach: „Wir werden es mitnehmen.“ Liebrich, selbst ein Energietüftler, fragt auch nach der Herkunft des Stroms für die E-Mobilität, für die sich der Verband stark macht. Sinn mache das nur, wenn der Strom regenerativ gewonnen werde und nicht aus Kohle oder Atomkraft komme.

Zur E-Mobilität, die der Verband mit einem zweiten Förderprojekt voranbringen will, gibt es einen Internet-Auftritt. „Sauberle“ heißt die Kampagne, ein Logo zeigt das Wort mit einem Stromstecker am „e“. Der Internet-Leser erfährt, wie er „sauber“ unterwegs sein könne mit Watt und Volt und was es im Verband schon gibt: Die Firma EFA-S in Zell, die Fahrzeuge auf Elektroantrieb umrüstet, das E-Bürgerauto Lorenz, den Pedelec-Verleih in Gemeinden und die öffentliche Ladesäule der Wala – Ladekarten gibt’s zu den Betriebszeiten.

Vorgestellt wird das Erkenntnisinteresse des Verbands: Wie passt E-Mobilität zu Gewerbebetrieben, Haushalte und Pendlern? Bei der Haushaltsbefragung zur Nachhaltigkeit wurde auch nach der Einstellung zur E-Mobilität gefragt – die Ergebnisse sind auf der „sauberle“-Seite, berichtete Jörg Hiller vom beauftragten Kommunikationsbüro.

Zur Nachhaltigkeit allgemein bekam die Verbandsversammlung Anstöße von Verwaltungsmann Albert Geiger aus Ludwigsburg, der sich seit vielen Jahren damit beschäftigt. „Wir dürfen der Zukunft keine Rechnung stellen“, mahnt er, und plädiert für Bürgerbeteiligung: „Die Menschen wissen’s in der Regel am besten.“ Nachhaltigkeit könne heißen: ein Familienzentrum im Stadtteil x, ein Wohnpark, Mehrgenerationenhäuser, ein Holzkraftwerk, ein Wissenszentrum Energie. Sodann gebe es das große Thema Digitalisierung in der Gemeinde.

Geiger weiß aber auch: „Nichts kann man einfach so nachmachen, man muss es auf die jeweilige Gemeinde im Grundsatz übertragen.“  Eine Schwierigkeit sei, junge Leute zur Mitarbeit zu gewinnen.

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